Militärgewalt in Burma

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farangman
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Re: Burma... Ist die Demokratie in Gefahr?

#131

Beitrag von farangman »

Fredfeuerstein hat geschrieben:
Mi 31. Mär 2021, 10:56


Was soll diese Thread-Überschrift? Humor?
Tom hat gefragt:
tom hat geschrieben:
Sa 27. Mär 2021, 11:42
Der Titel des Threads bezog sich auf einen Artikel im ersten Posting, welcher inzwischen nicht mehr verfügbar ist. Entsprechend könnte man den Threadtitel natürlich nun auch aufgrund der Diskussion die erfolgt ist, ändern. Vorschläge sind willkommen.

Gruss Tom

Hat jemand anderer oder nur ich einen Vorschlag gebracht?
Danke fuers lesen :) - Michael J.

Werner
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Re: Burma... Ist die Demokratie in Gefahr?

#132

Beitrag von Werner »

Acki, die sehen wie ältere MAN aus, allerdings wie normale LKW und nicht wie Militärfahrzeuge. Das Unternehmen Sino ist mir ohne die Bezeichnung Truck bekannt, ich denke die bauen auch Busse unter dem Namen Sino. Es ist normal das chinesische Unternehmen vieles kopieren, alte Formen, Maschinen und auch ganze Fabriken aufkaufen und Dinge weiter produzieren. Das Design wurde etwa in der Zeit eingestellt als alte Fabriken nach China verkauft wurden oder die Deutschen die ersten Lizenzen vergeben haben. Es gibt ja auch einen Benz S-Klasse in Thailand der nicht von Benz ist. Da wurden die Formen auch nach China oder so verkauft. Heute ist das ja anders, die chinesischen Designs werden immer besser.

Aber, es ist völlig egal auf was für Dingern die Schläger sitzen.

Derzeit bringt sich die USA in eine Position in der sie die Vorgänge in Myanmar als so extrem übelst darstellt um eine moralische Berechtigung zu erlangen dort einzufallen und dem Land das Heil zu bringen, die Demokratie, den Kapitalismus, US-Dollar, Weißbrot, Hamburger, Milchshakes, Übergewicht, Alpha-Glucosidasehemmer, Hotelketten, williges Dienstpersonal für jede Situation . . .

Wir werden sehen ob das ein drittes Vietnam wird.

Das dumme dort ist das jeder dort seine Leichen im Keller hat und man keine Ahnung hat wen man denn unterstützen sollte, die "armen" Bergvölker die nach Thailand vertrieben wurden und nun weinen weil sie ihre Mohnfelder verlassen mussten ? Oder die Moslems die nun nach Bangladesch vertrieben wurden aber alles andere als friedliche Bürger waren ???

W.

Fredfeuerstein
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Re: Burma... Ist die Demokratie in Gefahr?

#133

Beitrag von Fredfeuerstein »

@farangman, ich hab keine Ahnung ?

Ich sehe eine thread-Überschrift und eine Diskussion, die sich um aktuelle Entwicklungen in Burma dreht. Wie ich jetzt langsam ahne, hätte ich die beiden Dinge (die Überschrift und die Posts) nicht in Zusammenhang bringen dürfen?

Ich meine einfach nur, und will das kund tun, dass es in Burma keine Demokratie gibt. Ist das nicht offensichtlich?
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tom
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Re: Burma... Ist die Demokratie in Gefahr?

#134

Beitrag von tom »

farangman hat geschrieben:
Mi 31. Mär 2021, 11:46
Hat jemand anderer oder nur ich einen Vorschlag gebracht?
Nein. Es wird offensichtlich lieber gemotzt anstatt sich aktiv in den Thread einzubringen und diesen auch so zu gestalten.

Ueber das Demokratieverständis in Burma habe ich diesen interessanten Artikel gefunden:

https://www.dw.com/de/30-jahre-demokrat ... a-44971963

Gruss Tom

Kurt Singer
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Re: Burma... Ist die Demokratie in Gefahr?

#135

Beitrag von Kurt Singer »

Ich denke, dass es nicht wichtig ist, ob man das formal als Bürgerkrieg bezeichnet oder nicht. Ob man eine vorhandene oder ehemals im Bestehen befindliche Demokratie für Burma, Birma oder Myanmar bejaht oder nicht. Die heutige Situation hat ihren Ursprung in der Entwicklung des Landes und seiner jahrhundertealten Geschichte. Mit nichts, weder mit Geschichte, noch mit Entwicklung und nicht mit Religion ist die derzeitige Lage erklärbar. Auch nicht mit einer Interessenlage der USA, die sich hüten werden, ein weiteres Mal ein asiatisches Land zu okkupieren. So dumm sind selbst sie nicht.
Für mich ist die Entwicklung nur schrecklich. Und trotzdem ist es nur eines der Schreckensgebiete, deren Menschen ich zutiefst bedaure. Und ich bedaure ebenfalls, dass ich die Welt nicht retten kann. Mir fehlen dazu die Mittel und die Möglichkeiten . Mein Bedauern hilft niemandem.

Sanukshg
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Re: Burma... Ist die Demokratie in Gefahr?

#136

Beitrag von Sanukshg »

Kurt Singer hat geschrieben:
Mi 31. Mär 2021, 18:14
Auch nicht mit einer Interessenlage der USA, die sich hüten werden, ein weiteres Mal ein asiatisches Land zu okkupieren. So dumm sind selbst sie nicht.
Da wäre ich mir nicht so sicher.
Und wenn man in einigen Zeitungen so die Kommentare liest gibt es da auch sehr viele die eine militärische Lösung gut heißen.
Auf einem Kommentar habe ich geantwortet " Haben Sie sich schon freiwillig gemeldet oder ihre Kinder "
Ja der shitstorm war gewaltig aber so sind leider die eine militärische Lösung wollen reden ja aber das Leben sollen bitte schön andere opfern.
Gruß aus Pluak Daeng
Ernst

Kurt Singer
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Re: Burma... Ist die Demokratie in Gefahr?

#137

Beitrag von Kurt Singer »

Sanukshg hat geschrieben:
Do 1. Apr 2021, 02:40
Da wäre ich mir nicht so sicher.
Ich bin mir sicher. Die Zeit wird es uns zeigen.

Sanukshg
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Re: Burma... Ist die Demokratie in Gefahr?

#138

Beitrag von Sanukshg »

Kurt Singer hat geschrieben:
Do 1. Apr 2021, 10:37
Sanukshg hat geschrieben:
Do 1. Apr 2021, 02:40
Da wäre ich mir nicht so sicher.
Ich bin mir sicher. Die Zeit wird es uns zeigen.
Ich hoffe du hast Recht.
Gruß aus Pluak Daeng
Ernst

Uwe
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Re: Burma... Ist die Demokratie in Gefahr?

#139

Beitrag von Uwe »

Werner hat geschrieben:
Mi 31. Mär 2021, 11:57
Wir werden sehen ob das ein drittes Vietnam wird.
Am Krieg läßt sich auch prächtig verdienen. Und ein Jeder -nicht nur, aber gerade der allgemeine amerikanische Bürger weiß das. (Meinung derer: Krieg ist barbarisch und brutal, aber was soll's, sichert unsere Arbeitsplätze, womit sich unsere Familien ernähren. OriginalTon)
Nun, die entstehenden und anfallenden Kosten (Versorgung der Veteranen, Wiederaufbau,..) bleiben beim Steuerzahler hängen.
Auch der erfundene Feind Irak -dem die Freiheit per Krieg versucht worden ist zu verordnen- ist ein ähnliches Beispiel wie Vietnam→betitelt als "Die größte Schlacht", wohl eher >Das größte Abschlachten<.
Die USA haben es immer verstanden, wie Kriege zu rechtfertigen sind: ganz nach Heinrich von Kleist: "Was man dem Volk dreimal sagt, hält das Volk für wahr"
Die Steuerlast die der US-Bürger zu schultern hat, beläuft sich auf 2038000000000 $ für 5 Jahre Irakkrieg (da der Krieg länger dauerte, ist von über 3...die Rede. Die Kosten der anderen Länder der Welt -und gerade für das Land Irak selbst- sind hier noch nicht berücksichtigt: aus: "Die wahren Kosten des Krieges"/Josehp Stiglitz u. Linda Bilmes).
Auch am aktuellen Beispiel Syrien ist zu sehen wie der Hase läuft: Die USA mischten sich ein und mischten mit, und die hinterlassenen Zustände und Umstände sind egal und vergessen, immerhin kann für den Wiederaufbau, die wirtschaftliche-, humane- und soziale Hilfe die Weltgemeinschaft der Steuerzahler herhalten.
Somit ist das Gedankenspiel hier in Burma für "Recht und Ordnung" zu sorgen -Demokratie und Freiheit umzusetzen-, recht leicht zu kalkulieren, zumindestens wenn es um Kosten (Lasten und Verdienst) geht. Human- und Moralbedenken gibt es ja nicht.
Aber wie im Vietnamkrieg auch, ist dort ein Interessensvertreter, mit dem es nicht mehr so leicht auf die Schulter genommen werden kann, so wie zu Zeiten des Vietnamkrieges es noch war: China; ohne Kampftruppe mit 170.000 Mann, USA; Kampftruppe 540.000 Mann, denn die Entwicklung von China ist wirtschaftlich wie militärisch nicht stehengeblieben.
Aber das sich Messen der USA an den Systemgegner Nummer eins -China gemeint-, ist bestimmt eine verlockenende Aufgabe, und das Kräftemessen juckt einigen heute umsomehr unter den Nägeln, um zu zeigen, wer hier die wahre Nr.1 ist. Denn >America first< soll und muss bleiben.
Und: In Burma hat China schon einen größeren Fuß als die USA in der Tür: Darum: Möglich ist alles.
Viele Grüße Uwe

Werner
Beiträge: 6564
Registriert: Di 8. Okt 2013, 21:00

Re: Burma... Ist die Demokratie in Gefahr?

#140

Beitrag von Werner »

Uwe hat geschrieben:
Do 1. Apr 2021, 14:49
...
Auch am aktuellen Beispiel Syrien ist zu sehen wie der Hase läuft: Die USA mischten sich ein und mischten mit, und die hinterlassenen Zustände und Umstände sind egal und vergessen
.....
Na gut. Syrien darfst du getrost dem Trump auf den Deckel schreiben. Das ist sicher eines der wenigen Dinger die er gut gemacht hat indem er die schön langsam runter köchelte und Syrien sich selbst überließ. Und nun müssen die irgendwie klar kommen, das werden sie sicher irgendwann schaffen.

Es ging ja nicht so weiter da Russen und Amis die jeweilige Gegenseite unterstützen und aufrüsten und das brandgefährlich wurde.

Obama und Clinton wollten dort den großen Krieg führen und hatten alles nett gegen die Russen hoch geköchelt. Weder Clinton noch Obama konnten eine brauchbare Verständigung mit Putin erreichen. Mein guter Freund aus Chicago der noch mehr im Thema war sagte ganz klar, dass er Clinton nicht wählen könne weil sie den Krieg dort in Syrien und die Eskalation mit den Russen fördert. (Und Trump konnte er auch nicht wählen, ist ja klar, er hatte also ein Problem) Entweder Clinton mit Krieg oder eine Dumpfbacke, ich weiß nicht wie er da raus gekommen ist. Und nun Biden, da habe ich keine Info von meinem Freund, habe ihn lange nicht mehr gesprochen, aber Biden war immer schon ein ziemlicher Hardliner. Ich würde mich nicht wundern wenn der irgendwo wieder was anfängt. Und warum nicht Myanmar. So ein Land mit diesen vielen kleinen Ferieninseln für die Hotelketten, das braucht man doch einfach.

Und China, nun gut, die Zeit als der Kommunismus der Feind war und Tausende aus China nach Korea kamen um den Kommunisten dort zu helfen ist ja irgendwie auch vorbei. Myanmar ist ja auch nicht kommunistisch. Und mit kapitalistischen Demokratien kommen Chinesen doch sehr gut klar. Da regiert halt das Geld und davon ist ja genug vorhanden. Also ich denke nicht dass China sich da einmischt wenn sie einen schönen Hafen und eine Bahnstrecke bauen dürfen.

Aber wie Kurt sagte, die Zeit wird es zeigen. Wir können ja eh nichts ändern.

W.
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