Täglich ertrinken vier Thai-Kinder

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MyThai
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Re: Täglich ertrinken vier Thai-Kinder

#11

Beitrag von MyThai »

@hannes
Kann sein dass ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt habe, und auch die erste News für die Beste gehalten habe....denn in Wirklichkeit sind es noch viel mehr.
Außerdem ist Deutsch ist nicht meine Muttersprache,aber mein Englisch auch wiederum nicht so schlecht.

In der News von CoconutsBangkok steht wortwörtlich Four Thai kids drown daily, data Shows.
Auf Deutsch heißt das...... 4 Thailändische Kinder ertrinken täglich....oder etwa nicht?

Aber anstatt auszuteilen wie ein Lehrer könnte man sich ja auch mal selbst bemühen und Fakten bringen.
Nächstes Mal stelle ich die News dann auf Englisch rein und jeder kann sich seine Meinung bilden.
Dann hol den Rechner raus weil in Wirklichkeit sind es 7,2 Kinder pro Tag.....leider.
Dann habe ich noch extra für dich die Original PDF Datei angeheftet siehe unten.

So hier die Fakten.
Drowning is the leading cause of death in Thai children
The following statistics on drowning in Thailand are from the National Injury Survey conducted by the Institute of Health Research, Chulalongkorn University:
•Drowning is the leading cause of death in children aged one year and over in Thailand, causing nearly 2,650 deaths every year.
•Drowning caused almost half (46 per cent) of all child deaths in the 1-4 age group.
•On top of these figures, some 3,000 children nearly drown every year.
•Most drowning occurs in rural areas, during the day, when mothers are busy with housework or other chores and the unsupervised child unexpectedly wanders away.
•More than half (56 per cent) of all drowning deaths occur within 100 metres of the child’s home. For toddlers, this proximity is even more striking. Almost three quarters of drownings (74 per cent) occur within 100m of the home, and two in five occur within 10m of the home.
•Children younger than five account for more than half of all drownings (53 per cent). These children are too young to learn to swim so prevention requires increased supervision, especially as infants develop into toddlers and outstrip a busy mother’s ability to closely supervise them.
•Reducing child drowning, particularly for the under-fives, requires developing ways to increase close adult supervision as well as reducing access to drowning hazards close to home. This could be by using play pens or door barriers for very young children, and fences or other barriers around water bodies for older, more adventurous children. These measures need to be in conjunction with close supervision and swimming lessons.
http://www.tasc-gcipf.org/downloads/Tha ... report.pdf

Werner
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Re: Täglich ertrinken vier Thai-Kinder

#12

Beitrag von Werner »

MyThai,

du hast das alles richtig interpretiert,

Einzig der Schluss, dass man Kindern das Schwimmen beibringen sollte, reicht meiner Ansicht nach nicht aus. Auch die Erwachsenen sollten schwimmen lernen. Schließlich sind 70% der Ertrunkenen Erwachsene.

W.
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Michaleo
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Re: Täglich ertrinken vier Thai-Kinder

#13

Beitrag von Michaleo »

Werner hat geschrieben:Auch die Erwachsenen sollten schwimmen lernen...
..was, einmal mehr, an der Frage der Finanzierung scheintern würde, denn die entsprechenden Schwimmbecken und Schwimmlehrer müssten ja bezahlt werden.

Zudem würde diese Ausgabe sofort anderen, lebenserhaltenden Massnahmen gegenübergestellt, z.B. obligatorische Nothelferkurs für den Verkehr, Massnahmen gegen Alkohol und Spielsucht oder den Kampf gegen das hohe Krebsrisiko.

Aber an mir würde die Forderung nach Schwimmkurse nicht scheitern...
Freundliche Grüsse :)

Werner
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Re: Täglich ertrinken vier Thai-Kinder

#14

Beitrag von Werner »

Danke für den letzten Link.

Da steht dass Ertrinken in etwa gleich mit Unfällen im Straßenverkehr liegt. Also da kann man was tun.

Aber Seite 15 zeigt die Todesfälle von Müttern und Vätern, insgesamt 16.700 im Jahr von Kindern unter 15, da sieht es ganz anders aus:
Ertrinken liegt immer noch bei 6 und 8%. Könnte Schwimmen dies verhindern? Sicher.
Sehr stark sind Unfälle im Straßenverkehr mit 55 und 66 %, das war zu erwarten.
Elektrizität liegt immerhin bei noch 4% und 8% der Mütter, scheint doch gefährlich zu sein, ohne Erdung und all die offenen Kabel und Stecker.
Aber 13% der Mütter und 9% der Väter starben aufgrund von Selbstmord. Die Verzweiflung scheint bei Thais auch extrem zu sein.

W

Werner
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Re: Täglich ertrinken vier Thai-Kinder

#15

Beitrag von Werner »

Michaleo hat geschrieben:
Werner hat geschrieben:Auch die Erwachsenen sollten schwimmen lernen...
..was, einmal mehr, an der Frage der Finanzierung scheintern würde, denn die entsprechenden Schwimmbecken und Schwimmlehrer müssten ja bezahlt werden.

Zudem würde diese Ausgabe sofort anderen, lebenserhaltenden Massnahmen gegenübergestellt, z.B. obligatorische Nothelferkurs für den Verkehr, Massnahmen gegen Alkohol und Spielsucht oder den Kampf gegen das hohe Krebsrisiko.

Aber an mir würde die Forderung nach Schwimmkurse nicht scheitern...
Naja, der Ruf nach dem Staat der alles richtet ist in Thailand sicher nicht so einfach wie in der Schweiz. In der Schweiz kann man "fordern", in Deutschland auch, und vielleicht passiert dann auch was. Auch sollte man sich nicht verzetteln, also
- Lebenserhaltenden Maßnahmen
- Nothelferkurs
- Alkohol
- Spielsucht
- Krebsrisiko
. . . Vergiss das, so eine Liste lässt sich unendlich verlängern und dann hat man einen Berg an Problemen vor dem man verzweifelt. Das ist so nicht gut. Also fängt man mit was einfachem an, der eine macht Schwimmkurse, der andere einen Nothelferkurs, für die Stabile Seitenlage braucht man nicht mal ein Wasserbecken, der Dritte spendet einen Krankenwagen, der vierte kümmert sich um . . .

Wenn z. B. jeder der selber schwimmen kann und gerne schwimmt jeden Monat einem anderen das Schwimmen beibringt, ist das doch schon ok, das sind 12 im Jahr, davon schwimmt einer gut und gerne und macht weiter und so potenziert sich die Anzahl derer die schwimmen können. Ich habe es jedenfalls schon einer Thai beigebracht, einer Freundin eines Freundes, hatte ihr Schwimmärmchen gekauft und dann ging das los im Pool.

Man muss halt manchmal selber die Initiative ergreifen.

W.
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Michaleo
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Re: Täglich ertrinken vier Thai-Kinder

#16

Beitrag von Michaleo »

Werner hat geschrieben:Man muss halt manchmal selber die Initiative ergreifen.
:ymapplause: Das ist eine gute Idee.
Freundliche Grüsse :)
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thedi
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Re: Täglich ertrinken vier Thai-Kinder

#17

Beitrag von thedi »

Werner hat geschrieben:Man muss halt manchmal selber die Initiative ergreifen.
Als wir in unser neues Haus umzogen - da hat es im Garten einen schönen grossen Weiher - lernte ich unserer Tochter natürlich als erstes schwimmen. Ich versuchte es auch mit Spielkameraden von Nok Noi - aber nicht alle kamen zum Ziel. Die Hände und Füsse von kleineren Kindern sind einfach zu klein um die nötigen Mengen Wasser zu bewegen. Viele Thai Kinder bestehen nur aus Haut und Knochen. Solche Spränzel können nicht auf dem Rücken im Wasser liegen und sich einfach treiben lassen - die gehen unter wie Steine.

Mir fällt auf, dass hier fast alle die Assoziation 'Schwimmbad' haben, wenn es um Schwimmunterricht geht. Auf dem Lande im Isaan hat es das aber nicht. Kinder spielen in Tümpeln und Weihern. Das Wasser ist braun - wie Milchkaffee - wenn ein Kind untertaucht ist es nur 10 cm unter der Wasseroberfläche nicht mehr zu sehen.

Die Weiher haben keine Ein- und Ausstiege. Sie werden mit einem Bagger ausgehoben - die Wände sind so steil wie es geht, typischerweise zwischen 45º und 60º. Da die Weiher meistens nicht voll sind, muss man zum raus kommen oft eine Böschung von 1 bis 2 Meter Höhe erklettern. Auf dem lehmigen Boden hat man keinen Halt - vor allem wenn man nass ist schlipft man immer wieder zurück ins Wasser - aussert man kann sich an Pflanzen festhalten und hoch ziehen. An den Ufern von frisch ausgebaggerten Weihern hat es aber keine Pflanzen. Das kann auch für Erwachsene zu einer tödlichen Falle werden.

Wenn ein Weiher etwas ins Alter kommt, verflachen die Ufer. Kühe und Wasserbüffel gehen dort trinken und mit ihren Hufen treten sie Erde in den Weiher. Regenwasser verursacht weitere Erosion. Die Ufer werden von Gras, Schilf, und Gebüsch bewachsen. In so einem Weiher können Kinder durchaus spielen.

Viele Isannis können schwimmen. Meine Frau z.B. kann sehr gut schwimmen. Sie hat das in solchen Weihern gelernt.

Eine bekannte Gefahr sind Strömungen im Meer. In Phuket ertrinkt praktisch jede Woche eine Tourist - auch Leute die gut schwimmen können. Solche gefährliche Strömungen habe ich aber auch an anderen Orten erlebt. In Kho Samui z.B. beim Mae Nam Beach, am Kap gegen Bo Phut Beach - dort zog das Wasser an einem Tag wie in einen Fluss. Nur Knie tief im Wasser, hatte ich Mühe wieder raus zu kommen, da der sandige Grund auch in Bewegung war. Normalerweise ist das Wasser dort aber ganz ruhig. Solche Situationen sind tückisch - und nicht nur für Kinder oft kaum im Voraus erkennbar.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi

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Re: Täglich ertrinken vier Thai-Kinder

#18

Beitrag von MyThai »

Werner hat geschrieben:Danke für den letzten Link.
W
Gerne geschehen Werner danke für dein Lob :)
LG:Dan.

hannes
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Re: Täglich ertrinken vier Thai-Kinder

#19

Beitrag von hannes »

MyThai hat geschrieben:@hannes
Kann sein dass ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt habe, und auch die erste News für die Beste gehalten habe....denn in Wirklichkeit sind es noch viel mehr.
Außerdem ist Deutsch ist nicht meine Muttersprache,aber mein Englisch auch wiederum nicht so schlecht
....
Aber anstatt auszuteilen wie ein Lehrer könnte man sich ja auch mal selbst bemühen und Fakten bringen.
Nächstes Mal stelle ich die News dann auf Englisch rein und jeder kann sich seine Meinung bilden....
Sorry, MyThai, austeilen wollte ich nicht (siehe meine Smileys) - nur richtigstellen.

Ich bin es gewohnt selbstständig denkend zu hinterfragen, was ich lese - und deine Angaben waren nicht stimmig. Natürlich hätte ich auch die Fakten aus dem englischen Originaltext bringen können, aber wozu dann noch dein Post?

Inzwischen sind ja "alle Klarheiten beseitigt", die Zahlen korrigiert ... und somit mein Anliegen erledigt.

Gruß
hannes

Werner
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Re: Täglich ertrinken vier Thai-Kinder

#20

Beitrag von Werner »

thedi hat geschrieben: Als wir in unser neues Haus umzogen - da hat es im Garten einen schönen grossen Weiher - lernte ich unserer Tochter natürlich als erstes schwimmen. Ich versuchte es auch mit Spielkameraden von Nok Noi - aber nicht alle kamen zum Ziel. Die Hände und Füsse von kleineren Kindern sind einfach zu klein um die nötigen Mengen Wasser zu bewegen. Viele Thai Kinder bestehen nur aus Haut und Knochen. Solche Spränzel können nicht auf dem Rücken im Wasser liegen und sich einfach treiben lassen - die gehen unter wie Steine.
Ja, das kenne ich, ich war auch so ein Spränzel damals als Kind, war eher unlustig. Schwimmärmchen sind sinnvoll, dann gehen die Kids nicht unter. Vielleicht kann an welche aus Styro machen, die gehen nicht kaputt. Mehrere Styroteile in einen abgeschnittenen Hemdärmel, alles zugenäht, und fertig ist das Schwimmärmchen.
thedi hat geschrieben:... Kinder spielen in Tümpeln und Weihern.
- Das Wasser ist braun - wie Milchkaffee - wenn ein Kind untertaucht ist es nur 10 cm unter der Wasseroberfläche nicht mehr zu sehen.
- Die Weiher haben keine Ein- und Ausstiege. Sie werden mit einem Bagger ausgehoben - die Wände sind so steil wie es geht, typischerweise zwischen 45º und 60º.
- Da die Weiher meistens nicht voll sind, muss man zum raus kommen oft eine Böschung von 1 bis 2 Meter Höhe erklettern.
- Auf dem lehmigen Boden hat man keinen Halt - vor allem wenn man nass ist schlipft man immer wieder zurück ins Wasser
- Das kann auch für Erwachsene zu einer tödlichen Falle werden.

Die Lösung ist eine Leiter (oder mehrere) und jeder ist sicher. Man kann auch eine Art Floß aus Styro in Folie machen, mit einem Strick außen drum und das rein werfen. Da geht auch ein Rettungsring. Also einfach was einbringen an dem sich die Kinder halten können.

Im Meer kenne ich die Probleme auch. Auf Bali am Kuta Strand ertrinken 3 Urlauber in der Woche, sagt eine Bekannte die dort eine Bar hat. Hier kann man aber auch lernen, wie man damit klar kommt. Ein Freund war mal in so einem auswärts laufenden Sog. Er ist längs zum Ufer geschwommen statt sinnlos gegen das Wasser an zu kämpfen, so kam er dann zu einem Sog der in Richtung Strand verläuft, der hat ihn zurück gebracht. Ich möchte das aber nicht ausprobieren. Ja, das Meer ist schon sehr gefährlich. Da könnte man ein Seil mit Bojen spannen wo die Schwimmer sich halten können, bevor sie ganz abtreiben, so etwas gibt es z. b. in Pattaya.

Natürlich steigt mit der Fähigkeit zu schwimmen auch erst einmal der Mut und der Leichtsinn. Da werden trotzdem noch Kinder ertrinken. Am Ende hat man dann aus Nichtschwimmern und Angsthasen übermütige Klippenspringer und Höhlentaucher gemacht. Es ist so eine Art Wettlauf zwischen Leichtsinn und Hoffnung, dass die Zahlen runter gehen.

Gruß Werner.
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