Ist Thailand ein gescheiterter Staat?
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Re: Ist Thailand ein gescheiterter Staat?
Leute Leute - ihr entfernt Euch zusehends von der Eingangsfrage.
Zur Erinnerung: diese lautete "ist Thailand ein gescheiterter Staat?"
Diese Frage wurde im Kontext der aktuelle Demonstrationen in BKK und dem Umgang damit durch die Staatsautoritäten (Polizei/Militär) gestellt.
Es gibt keine allgemeingültige Definition, was ein gescheiterter Staat ist, aber die in Washington beheimatete NGO Fund for Peace hat mehrere Eigenschaften aufgeführt:
- Verlust der Kontrolle über Territorium oder das Monopol der rechtmäßigen physischen Gewalt in diesen.
- Aushöhlung der legitimen Befugnis, gemeinsame Beschlüsse zu fassen.
- Das Unvermögen, Dienstleistungen der Öffentlichkeit anzubieten.
- Die Unfähigkeit, mit anderen Staaten zu interagieren und so ein vollständiges Mitglied der internationalen Gemeinschaft zu sein.
Thailand hat sicherlich gewisse Probleme - ist aber nicht gescheitert.
Die Demonstrationen in der Ukraine (Kiew) wurden erst kürzlich, z.B. durch die EU, als lebendiger Bestandteil der Demokratie gewürdigt.
Thailand übt Demokratie.
Ich beantworte die Eingangsfrage ganz pragmatisch wie folgt:
Ein Staat der gegen die eigene Bevölkerung in den Krieg zieht ist ein gescheiterter Staat
und
Ein Staat der in einen anderen souveränen Staat einmarschiert ist ein gescheiterter Staat.
Beides ist in Thailand nicht passiert - also ist Thailand nicht gescheitert.
Gruss aus Udon Thani
Samuel
Zur Erinnerung: diese lautete "ist Thailand ein gescheiterter Staat?"
Diese Frage wurde im Kontext der aktuelle Demonstrationen in BKK und dem Umgang damit durch die Staatsautoritäten (Polizei/Militär) gestellt.
Es gibt keine allgemeingültige Definition, was ein gescheiterter Staat ist, aber die in Washington beheimatete NGO Fund for Peace hat mehrere Eigenschaften aufgeführt:
- Verlust der Kontrolle über Territorium oder das Monopol der rechtmäßigen physischen Gewalt in diesen.
- Aushöhlung der legitimen Befugnis, gemeinsame Beschlüsse zu fassen.
- Das Unvermögen, Dienstleistungen der Öffentlichkeit anzubieten.
- Die Unfähigkeit, mit anderen Staaten zu interagieren und so ein vollständiges Mitglied der internationalen Gemeinschaft zu sein.
Thailand hat sicherlich gewisse Probleme - ist aber nicht gescheitert.
Die Demonstrationen in der Ukraine (Kiew) wurden erst kürzlich, z.B. durch die EU, als lebendiger Bestandteil der Demokratie gewürdigt.
Thailand übt Demokratie.
Ich beantworte die Eingangsfrage ganz pragmatisch wie folgt:
Ein Staat der gegen die eigene Bevölkerung in den Krieg zieht ist ein gescheiterter Staat
und
Ein Staat der in einen anderen souveränen Staat einmarschiert ist ein gescheiterter Staat.
Beides ist in Thailand nicht passiert - also ist Thailand nicht gescheitert.
Gruss aus Udon Thani
Samuel
Gruss
Sam UTH
Sam UTH
Re: Ist Thailand ein gescheiterter Staat?
nun sollte man aber korrekterweise sagen,Werner hat geschrieben:Das Aufbauschen ist das Lieblingsding der Presse.
das diese deutsche Publikationen die einzige Plattform sind,
wo sich deutsche Behördenvertreter in Thailand äussern,
und in diesem Zusammenhang auf Probleme im täglichen Leben in Thailand hinweisen.
Beispiel
http://der-farang.com/de/pages/naumann- ... or-dem-todHonorarkonsul Dirk Naumann (72) ist der ältestgediente Konsul auf der Insel Phuket. Seit elf Jahren nimmt er im Auftrag der deutschen Botschaft die Interessen hier lebender Landsleute und Urlauber wahr. Wegen einer schweren Krankheit gibt Naumann im Frühsommer 2014 sein Amt auf. Seine Nachfolgerin steht bereits fest und soll bis spätestens Mai vom thailändischen Auswärtigen Amt und König Bhumibol Adulyadej bestätigt werden. Im FARANG-Gespräch gibt Dirk Naumann offen Einblicke in seine Arbeit und die Probleme auf Phuket und in Thailand – ein Abschiedsinterview der sehr bewegenden Art.Wie ist das, wenn man Phuket gleichzeitig liebt und stark kritisiert? Welche Gefühle bewegen einen ‚Diplomaten der alten Schule‘, wenn nach elf Jahren eine Amtszeit endet – und in absehbarer Zeit auch das eigene Leben? Honorarkonsul Dirk Naumann (72), gebürtiger Hamburger und seit 40 Jahren in Thailand beheimatet, nimmt im FARANG-Gespräch kein Blatt vor den Mund. Der ältestgediente Konsul auf der Ferieninsel hat oft seine Stimme gegen Missstände erhoben, und dies konform mit den Regeln seines Gastgeberlandes. Meistens, aber doch nicht immer…
Der Konsul ordnet selbst den Nachlass
Dirk Naumann hat Krebs. Er spricht offen darüber. Dass seine Lebensuhr abläuft, erwähnt er fast protokollarisch. Mit großer Gefasstheit und nicht ohne Würde sagt Naumann: „Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich hatte Angst vor Schmerzen.“ Seit neun Jahren leidet der deutsche Honorarkonsul für Südthailand unter der heimtückischen Krankheit. Auch wenn eine hervorragende medizinische Behandlung im BumrungradKrankenhaus Bangkok sein Leben lange verlängern konnte – „nun habe ich den Kampf verloren“, sagt der 72-Jährige.
„Meine Lebensdauer ist begrenzt. Ich bin ziemlich am Ende.“ Es klingt nicht resignativ, wenn Dirk Naumann so resümiert. Es ist die Wahrheit, und der norddeutsche Diplomat ordnet seine Nachfolge. Das muss er, denn unerledigte Dinge kann ein Mann seiner Qualität nicht hinterlassen.
Obwohl er den Namen seiner Nachfolgerin noch nicht nennen darf, verrät Naumann zumindest, dass es sich um eine hochqualifizierte Frau mit sehr guten Voraussetzungen handeln wird: 45 Jahre alt, eine Deutsche mit Thaipass, als Kind deutscher Eltern in Thailand aufgewachsen und der Landessprache mächtig. Bis April 1973 war jedes im Königreich geborene Kind automatisch thailändischer Staatsbürger. Das kommt der neuen Honorarkonsulin zugute.
Gauck hat bereits Nachfolger ernannt
Bundespräsident Joachim Gauck hat am 16. Oktober die Ernennungsurkunde persönlich überreicht. In Thailand dauert diese Prozedur länger. Dirk Naumann hofft, dass das Auswärtige Amt Thailands und dann abschließend König Bhumibol Adulyadej bis spätestens April 2014 ihren offiziellen Segen geben werden. „Erst dann kann ich mich zurückziehen und meine eigenen Dinge regeln.“
Nicht nur die eigene Krankheit verpflichtet Dirk Naumann zur Warnung an alle Landsleute. „Bitte schließen Sie eine ausreichende Krankenversicherung ab! Ich wäre längst tot, wenn ich nicht selbst vorgesorgt hätte.“ Naumann warnt vor den Konsequenzen. Ohne professionelle medizinische Versorgung könne das Leben und Sterben hier zur Hölle werden.
Er selbst hat seine Krankenversicherung ausgeschöpft. Weil er immer pünktlich die Prämien bezahlt und bei Vertragsabschluss nicht falsche Angaben gemacht hatte und eine Klausel zur einseitigen Kündigung durch den Krankenversicherer streichen ließ. „Es ist eine ausgesprochene Dummheit, hier ohne Krankenschutz leben zu wollen.“
Die Arbeitsfähigkeit seines Büros auf Phuket und für Südthailand bleibt erhalten. Naumann beschäftigt als Honorarkonsul zwei thailändische Mitarbeiterinnen, die fließend deutsch sprechen und ihn sehr entlasten. Anders hätte er in den vergangenen Jahren auch nicht so aktiv am Leben auf Phuket teilnehmen können. Durch seinen kritischen Geist eckte Dirk Naumann dabei oft an. Zuletzt auch öffentlich mit seiner Verurteilung der Taxi-Mafia in Phuket im Magazin ‚Stern‘ (Thailand: Tuk-Tuk-Mafia hat Phuket fest im Griff - Reise | STERN.DE) und in der Washington Post.
Dem Gouverneur gefiel Kritik nicht
Das hat dem Gouverneur von Phuket nicht gefallen. Da in Thailand niemals direkt Kritik geübt wird, kam die Zurechtweisung über Umwege bei Dirk Naumann an, und er kann damit gut leben. „ Ihr Ehemann kann jederzeit mit seinen Problemen zu mir kommen“, ließ ihm der Gouverneur ausrichten. Als ‚Postbotin‘ benutzte er die thai-chinesische Ehefrau Naumanns, die Innenarchitektin Zhu, mit der Naumann in zweiter Ehe seit 16 Jahren glücklich verheiratet ist.
Als Dirk Naumann 1966 als Geschäftsführer Thailand für den deutsch-schweizerischen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim ins Königreich geschickt worden war, hatte dieser gerade mal einen Jahresumsatz von zwei Millionen Baht. Das änderte sich, und Naumann übergab das Unternehmen als größten pharmazeutischen Vertrieb Südostasiens mit 14 Milliarden jährlichem Revenue. Seit 1982 lebt der Hamburger permanent in Thailand und hat sich in seiner zweiten, unfreiwilligen Karriere als Honorarkonsul ein kleines Denkmal geschaffen.
Mit seiner unermüdlichen Kritik an den mafiösen Zuständen auf Phuket (siehe auch Kasten) hat Dirk Naumann den Finger in die Wunde gelegt. Keiner der anderen Honorarkonsuln ist so lange im Amt wie er, und damit ist er auch gleichzeitig der Koordinator aller Landesvertreter. Hoffnung macht ihm die junge Garde von Honorarkonsuln aus Estland, Norwegen und der Tschechoslowakei. Diese vertraten ebenso unerschrocken die Interessen ihrer Landsleute bei Übergriffen der Taxi- und Jetski-Mafia, und das gab Naumann doch ein Gefühl der Solidarität.
Viel ändern wird sich so schnell nichts, da macht sich der scheidende Honorarkonsul nach elf Dienstjahren nichts vor. Auch seine warnende Stimme wegen der Wasserverschmutzung auf Phuket ging den Behörden mehr auf den Geist als in den Kopf. Die Wasserqualität wird weiter drei Kilometer vor der Küste gemessen und nicht am Strand. Naumann hat oft lamentiert: „Resultate von glaubwürdigen Messungen habe ich bis heute nicht erhalten.“
Dass sich auch die Zeiten für die verantwortlichen Thais auf Phuket ändern werden, davon ist Dirk Naumann überzeugt, der Druck werde wachsen, wenn der Schutz der Touristen derart vernachlässigt werde. 500.000 Chinesen kamen in diesem Jahr auf die größte Insel Thailands. Nächstes Jahr soll die Millionengrenze durchstoßen werden. Naumann weiß, dass demnächst sogar ein eigenes chinesisches Generalkonsulat auf Phuket etabliert wird. Dann sitze ein mächtiger Interessensvertreter mit direktem Zugang zur thailändischen Politik mit im Boot.
nun sind die Beiträge der deutschen Vertreter in Thailand ja kein Aufbauschen von Ereignissen,Regelmäßig krankenhausreif geprügelte Touristen, Blockaden gegen Kreuzfahrtschiff-Besucher und ihre Minibusse am Hafen, Einschüchterungen von Taxifahrgästen an den Krankenhäusern und großen Shoppingcentern – die Bilanz der Übergriffe von organisierten Taxi-Mafiosi auf Phuket ist erschreckend und ein Signal der Ohnmacht.Bei einer Sitzung in Phuket-Stadt wurde jüngst vorgeschlagen, dass Thailands Armee helfen sollte, der Abzocke der Taxi- und Tuk-Tuk-Mafia ein Ende zu setzen. Das Problem kann nicht auf andere Weise gelöst werden, sagte Trakul Jullanon, Vertreter eines Tour-Unternehmens, direkt an die Adresse von Vize-Gouverneur Dr. Sommai Preechasin.
Ein Mitarbeiter aus dem internationalen Club Med Marke, Wijid Dasandhat, erzählte, dass vor Kurzem der Sohn eines ehemaligen Premierministers aus Frankreich mit Freunden von Taxifahrern gestoppt wurde, die 800 Baht verlangten, damit sie passieren konnten. Für Wijid Dasandhat ist es bemerkenswert, dass diese Leute machen können, was sie wollen.
Seit September ist die Polizeispezialeinheit DSI (Department of Special Investigation) aus Bangkok verstärkt auf Phuket gegen mafiöse Strukturen im Einsatz. Das DSI soll mit der lokalen Verwaltung und Polizei sowie dem Tourismusministerium zusammenarbeiten und einer Beschwerdekampagne von Botschaftern aus Europa, Australien und China die Spitze nehmen.
Zwei Notruf-Zentralen sind am Phuket-Flughafen und bei der Kathu-Polizeistation in Patong eingerichtet worden. Bis auf einzelne Festnahmen und Kontrollen konnte kein messbarer Erfolg registriert werden. Geschädigte Anrufer beklagten, dass nicht einmal das Telefon abgenommen worden sei, als sie in Not gerieten. Honorarkonsul Dirk Naumann verwundert das nicht. „Die Dreistigkeit dieser Zunft ist nicht mit Appellen und halbseidenen Einsätzen zu bekämpfen. Da bräuchte es schweres Geschütz.“
sondern ein rechtstaatlicher Akt,
der weite Kreise zieht.
Wiederfährt einem deutschen Touristen ein Schaden, und er macht zB. seine Ansprüche gegen seine Versicherung in Deutschland rechtlich geltend,
so wird vor Gericht, eben aufgrund solcher Veröffentlichungen, wie die des deutschen Honorarkonsuls gerichtlich entschieden,
das eben dies oder jenes Verhalten, bz. Gefahr,
in Thailand bekannt sind,
und das ein Nichtbeachten eine grob fahrlässige Handlung ist,
weshalb dann eine Versicherung nicht zahlen muss.
Diese Hinweise sind daher nicht zu ignorieren, sondern man muss sie zu Kenntniss nehmen,
und damit rechnen,
dass man aufgrund dessen sein Verhalten ggf. ändern muss,
wenn man sich nicht grob fahrlässig verhalten will,
und damit Geschehnisse billigend in Kauf nimmt.
Was hat das nun mit der Frage, ob Thailand ein gescheiter (ter) Staat ist, zu tun.
Es geht oft um die Frage, wieweit Thailand zu internationalen Standarts steht,
wobei die sich dann anschliessende Kernfrage stellt,
inwieweit ein Staat auf der Welt, sich internationalen Standarts anpassen sollte, oder nicht.
(die daran anschliessende Frage, ob ein Staat, der sich internationalen Standarts nicht anschliesst,
in der Beurteilung der Weltgemeinschaft nun als gescheitert betrachtet wird,
ist dabei eher von akademischer Bedeutung).
Hauptdiskurs besteht in diesem Zusammenhang dann wohl mit der unterschiedlichen Interpretation der Menschenrechte,
die vom ASEAN Verbund seinerzeit so definiert wurde,
dass sich das Menschenrecht der lokalen regionalen Lage unterordnen muss.
Der Grundgedanke des westlichen Demokratieverständnis besteht in der Aussage, das alle Menschen gleich seien,
wogegen in vielen asiatischen Ländern, siehe zB. indisches Kastensystem,
dieser Gleichwertigkeitsgedanke eben nicht die Grundlage des nationalen Konsenses ist.
Hieraus ergeben sich dann Konflikte, wo die Entrechteten sich eine Betrachtung nach westlicher Gleichwertigkeit wünschen,
wogegen die Elite zwecks eigenem Bestandsdenken, diesen Vorstoss als Angriff auf die eigene Kultur interpretiert,
wo ihr Status durch ein kastenähnliches Denken seit Jahrhunderten zementiert ist.
Ob nun eine Abkehr vom westlichen Demokratieverständnis ein Scheitern an einer globalen Konsenzgesellschaft ist,
zu der jeder Staat beitragen sollte, kann dahingestellt bleiben.
Re: Ist Thailand ein gescheiterter Staat?
Nun, das finde ich nicht. Wenn man das Scheitern Thailands beurteilen will, muß man auch dazu gehörende Themen diskutieren und sich nicht auf die Aussage in einem - nun gut, etwas mehr als BZ-Niveau schreibendes deutschsprachiges Wochenblatt mit subjektiv ausgewählten Übersetzungs-Beiträgen - Blitzblatt beschränken. Da ist beispielsweise das Bild mit einem Menschen, der offensichtlich auf der Straße lebt. Muß man das jetzt auf ganz Thailand ausdehnen oder gilt das nur für die Stätdte? Nun kenne ich nicht so viele Dörfer UND bin nicht so oft da, aber auf dem Land ist mir solches bisher nie aufgefallen, während dessen ich in Bangkok, z.B. auf der Pat Pong und auch in der Khao San Road, schon des öfteren auf der Straße schlafende Farangs gesehen habe.Samuel hat geschrieben:Leute Leute - ihr entfernt Euch zusehends von der Eingangsfrage.
P.s.: mir als leidenschaftlichem Hobby-Photographer würde es im Traum nicht einfallen, solche Situationen zu fotografieren. Denn die Würde, die diese Menschen noch haben, möchte ich ihnen nicht durch meine Fotos rauben.
-
Udo Nthani
- Beiträge: 2545
- Registriert: Do 24. Okt 2013, 02:08
- Wohnort: Udon, BKK, Cha Am
Re: Ist Thailand ein gescheiterter Staat?
Beitrag von Udo Nthani »
während dessen ich in Bangkok, z.B. auf der Pat Pong und auch in der Khao San Road, schon des öfteren auf der Straße schlafende Farangs gesehen habe.
Wenn nun am Pat Pong oder in der Khao San Road ein gestrandeter Obdachloser Farrang auf der Strasse schläft, kann man aber wohl kaum dem Staate Thailand die Schuld zuweisen
Gruss Jan
Re: Ist Thailand ein gescheiterter Staat?
Also nochmals der Reihe nach.dogmai hat geschrieben:Nun, das finde ich nicht. Wenn man das Scheitern Thailands beurteilen will, muß man auch dazu gehörende Themen diskutieren und sich nicht auf die Aussage in einem - nun gut, etwas mehr als BZ-Niveau schreibendes deutschsprachiges Wochenblatt mit subjektiv ausgewählten Übersetzungs-Beiträgen - Blitzblatt beschränken.Samuel hat geschrieben:Leute Leute - ihr entfernt Euch zusehends von der Eingangsfrage.
Die Frage, ob Thailand ein gescheiterter Staat sei, wurde nicht vom Wochenblitz aufgeworfen, sondern von Voronai Vanijaka, einem der bekanntesten Kolumnisten der Bangkok Post. Hier der Link zum Originalartikel in der Bangkok Post:
http://www.bangkokpost.com/opinion/opin ... iled-state
Voronai Vanijaka fragte nicht danach, ob Thailand ein GESCHEITER Staat sei. Diese "Pointe" - sofern es denn eine sein soll - wurde erst in diesem Thread hinzugefügt.
Der Wochenblitz hat den Text von Voronai Vanijaka auf Deutsch übersetzt und veröffentlicht.Werner hat geschrieben:Ist Thailand ein gescheiterter oder ein gescheiter Staat?
Die Qualität des Wochenblitz steht zu der Original-Frage von Voronai Vanijaka in keinem Zusammenhang.
Auch Menschen die auf der Strasse schlafen oder obdachlose Falangs stehen zu der Original-Frage von Voronai Vanijaka in keinem Zusammenhang.
Mit meinem Hinweis, dass sich die Diskussion in diesem Thread von der Originalfrage weit entfernt hat, wollte ich darauf aufmerksam machen, dass die Frage in dem von Voronai Vanijaka gestellten Kontext (Demonstrationen und dem Umgang der Staatsautorität damit) zu betrachten ist.
Für Dich ist Thailand demnach bereits gescheitert - oder was?dogmai hat geschrieben:Wenn man das Scheitern Thailands beurteilen will, ...............
Gruss aus Udon Thani
Samuel
Gruss
Sam UTH
Sam UTH
Re: Ist Thailand ein gescheiterter Staat?
@Samuel ;) ;)Samuel hat geschrieben:Für Dich ist Thailand demnach bereits gescheitert - oder was?dogmai hat geschrieben:Wenn man das Scheitern Thailands beurteilen will, ...............
Gruss aus Udon Thani
Samuel
Schaue dir lieber morgens die Reisfelder...oder Mangos...oder...Teakbäume...an....der Rest ist.....alles verlorene Zeit.
Ich habe auch lange gebraucht.....sehr lange...bin übrigens noch immer am beobachten....mai mee pen ha......remain focused......
LG:Dan
Re: Ist Thailand ein gescheiterter Staat?
Viele Thais, wie sicher auch chinesische Arbeiter, arbeiten in Bangkok um Geld zu verdienen, so viel wie möglich, aber sich nicht um Geld dort auszugeben. Ein brauchbares Zimmer in Bangkok kostet mal eben einen Monatslohn. Daher schlafen viele Thais auch auf ihren Baustellen oder in ärmlichsten Baracken um das Geld für Zuhause zu sparen und sich dort vielleicht gerade den Carport für den schönen neuen Toyota Pick Up zu bauen, wer weiß das schon. Jedenfalls hatten mich Thais speziell darauf aufmerksam gemacht und mir dies ausdrücklich so beschrieben, dass die auf der Straße und in Baracken ärmlichst schlafenden Menschen nicht zwangsläufig arm und bedürftig sein müssen, sondern vielleicht einfach nur Geld sparen. Die haben einfach eine andere Mentalität und denen reicht ein Haus und ein Reisfeld und ein Pickup im Isaan, da brauchen die das nicht noch in Bangkok.
Westliche Ausländer in der Kao San mögen dort schlafen, weil um 5:00 Uhr morgens der Bus geht und sie für die drei Stunden nicht noch ein Hotelzimmer mieten möchten, wer weiß das schon. Ohne die einzeln zu fragen gibt es eben keine korrekte Antwort.
Werner.
ps. Bei dem Foto würde ich vermuten, das dieser Mensch von einer großen Demos übrig geblieben ist, vielleicht schlafen hinter dem Fotografen noch mehr. Es ist eher unüblich, dass sich Menschen so frei mitten auf einem Platz ablegen, das macht man eigentlich nur, wenn da noch andere schlafen, ansonsten suchen sich Menschen eher eine geschützte Ecke. Vielleicht war der aber auch so betrunken, dass er nichts mehr merkte. Also das Foto würde ich nun nicht überbewerten, ist halt gut gemacht und recht nett.
Westliche Ausländer in der Kao San mögen dort schlafen, weil um 5:00 Uhr morgens der Bus geht und sie für die drei Stunden nicht noch ein Hotelzimmer mieten möchten, wer weiß das schon. Ohne die einzeln zu fragen gibt es eben keine korrekte Antwort.
Werner.
ps. Bei dem Foto würde ich vermuten, das dieser Mensch von einer großen Demos übrig geblieben ist, vielleicht schlafen hinter dem Fotografen noch mehr. Es ist eher unüblich, dass sich Menschen so frei mitten auf einem Platz ablegen, das macht man eigentlich nur, wenn da noch andere schlafen, ansonsten suchen sich Menschen eher eine geschützte Ecke. Vielleicht war der aber auch so betrunken, dass er nichts mehr merkte. Also das Foto würde ich nun nicht überbewerten, ist halt gut gemacht und recht nett.
Re: Ist Thailand ein gescheiterter Staat?
Wenn du das daraus schließt, fehlt dir die Qualität zum Lesen. Ich habe in allem Bezug zu dem genommen, was hier gepostet wurde. On ich den Gedanken eines thailändischen Kolumnisten folge oder auch nicht oder die Bildunterschrift zum Anlass nehme, meine eigenen Gedanken zu äußern - was ist daran ein Abschweifen vom Thema? Wenn allerdings der Kolumnist aus seiner Sicht den bloßen Gedanken "Demonstrationen und dem Umgang der Staatsautorität damit" als Merkmal eines gescheiterten Thailands sieht, ist das mir einfach zu wenig. Mir reicht auch die einseitige Darstellung nicht, einem deutschen Blatt in Thailand würde es gut stehen, auch anderen, vielleicht gegensätzliche Meinungen zu bringen. Aber dafür müßte man ja recherchierenSamuel hat geschrieben:Für Dich ist Thailand demnach bereits gescheitert - oder was?
Und so wollte ich auch das Foto eines einzelnen, wahrscheinlich aus dem Zusammenhang gerissen, nicht verallgemeinern - nur nachdenken.
Richtig - aber das von mir berichtete habe ich mit eindeutigen Anzeichen anders erlebt.Westliche Ausländer in der Kao San mögen dort schlafen, weil um 5:00 Uhr morgens der Bus geht und sie für die drei Stunden nicht noch ein Hotelzimmer mieten möchten
Re: Ist Thailand ein gescheiterter Staat?
Kann schon sein - aber die "Qualität zum Lesen" hängt auch von der "Qualität des Lesestoffes" ab (....).dogmai hat geschrieben:Wenn du das daraus schließt, fehlt dir die Qualität zum Lesen.....
Daher werde ich nun vermehrt die Postings von @MyThai zu den Themen Mango's und Teakholz mitlesen.
Da steckt Freude drin, da kann man sehen was in Thailand auch unter schwierigen Bedingungen heute noch möglich ist.
Und das wichtigste dabei: Da wird etwas NACHHALTIGES aufgebaut.
Es möge ihm gelingen.
Gruss aus Udon Thani
Samuel
Gruss
Sam UTH
Sam UTH
Re: Ist Thailand ein gescheiterter Staat?
Da hast du Recht, ich wollte aber eigentlich nur ausdrücken, daß du mich da falsch interpretierst. Bitte um Entschuldigung - ich habe mich wirklich qualitätsfrei ausgedrücktSamuel hat geschrieben: Kann schon sein - aber die "Qualität zum Lesen" hängt auch von der "Qualität des Lesestoffes" ab (....).
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