Das kommt darauf an, wie man "Schrecken" definiert. Ich bekomme keinen Schrecken, wenn in der Schweiz 17 von 100'000 Menschen am Coronavirus sterben (aktuelle Zahl). Selbst dann bekomme ich keinen Schrecken wenn es 50 auf 100'000 wie in Belgien oder 44 auf 100'000 wie in Spanien sind. Selbst im arg gebeutelten Spanien, dessen Gesundheitsystem kollabierte, sind von 100'000 Menschen deren 99'956 nicht am Coronavirus gestorben. Auch die knapp 30'000 offiziell Infizierten auf 8'500'000 erschrecken mich nicht. Dies sind etwas weniger Menschen als welche die jährlich in der Schweiz einen Herzinfarkt erleiden. Es kommt immer darauf an, wie man Zahlen intepretiert.
Natürlich haben die Massnahmen hier in der Schweiz mitgeholfen, dass die Kurve flächer wurde. Oder nicht? Wenn man nun dies hier liest
entwickeln sich in Schweden die Zahlen ähnlich wie bei uns, nur haben die viel weniger harte Massnahmen getroffen. Wie @Will anderswo schrieb: es wird interessant sein, den Verlauf und die Auswirkungen von Schweden mit DACH zu vergleichen. Und ich hoffe dass dort auch wirklich klar kommuniziert wird. Dass man eingestehen wird dass man entweder zu hart und strikt reagiert hat (DACH) oder zu lasch (Schweden).Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen geht nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde in Schweden zurück. Der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell bestätigte im Gespräch mit dem Sender SVT, dass die sogenannte Reproduktionszahl seit einigen Tagen unter 1,0 liege. Dies besagt, dass ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Schwede durchschnittlich weniger als einen weiteren Schweden ansteckt. "Das bedeutet, dass die Pandemie allmählich abebben wird", erklärte Tegnell am späten Freitagabend in dem Sender.
Eine Zusammenstellung der schwedischen Gesundheitsbehörde zeigt, dass die Reproduktionsrate im Land seit dem 10. April relativ stabil bei rund 1,0 lag. Am 1. April hatte sie demnach noch 1,40 betragen, am 25. April - dem letzten bislang veröffentlichten Wert - nach mehrtägigem Rückgang nur noch 0,85.
Schweden geht im Kampf gegen die Corona-Krise einen international beachteten Sonderweg. Im Vergleich zu den meisten anderen Ländern hat das skandinavische Land mit lockereren Massnahmen auf die Pandemie reagiert, Kindergärten, Schulen und andere Einrichtungen wurden zum Beispiel niemals geschlossen. Vielmehr appelliert es an die Vernunft der Bürger, damit diese Abstand halten und die Corona-Verbreitung somit abgebremst werden kann. Verglichen mit dem Rest Skandinaviens haben die Schweden jedoch relativ viele Infektions- und Todesfälle: Bis Samstagvormittag wurden mehr als 22 000 Infektionen und mehr als 2650 Tote mit Covid-19-Erkrankung erfasst.
Quelle: cash.ch
Gruss Tom