SARS-CoV-2/COVID-19

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Uwe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3191

Beitrag von Uwe »

Eine deutsche Fallbeschreibung von Corona eines Jugendlichen: PCR Test mit CT-Wert 24 (mittelgradig ansteckend)
Zeitlich, bestätigter Corona-Ausgangspunkt: 10.12.2020
- 25.11. – 27.11. Temperatur: 38,5°C. Aussage Arzt: Kein Besuch erforderlich, Temperatur recht normal, nur etwas erhöht, auf keinen Fall Fieber, darum Eigenentscheidung der Eltern, Kind zu Hause zu lassen
Besserung (Temperatur gesunken) über’s Wochenende, und laut Absprache vorher mit dem Arzt, Schulbesuch kann dann erfolgen
- 30.11.2020 Montag Schulbesuch
- 01. – 04.12.2020 Eigenentscheidung der Eltern das Kind weiterhin zu Hause bleiben zu lassen, wegen Unwohlsein. Daraufhin Anruf beim Arzt: Kein Arztbesuch nötig, da keine Temperatur, kein Husten, kein Schnupfen. Krankschreibung für die Zeit für die Schule konnte von Eltern abgeholt werden. Absprache mit Arzt: Falls es übers Wochenende schlimmer wird, dann Arztbesuch, ansonsten Gang zur Schule
- 07.12.2020 Eigenentscheidung der Eltern den Arzt mit Kind aufzusuchen, obwohl keine Verschlechterung eingetreten ist. Merkwürdig war aber, dass Süßes nicht mehr geschmacklich vom Kind wiedererkannt wurde, und das war für die Eltern ausschlaggebend, dennoch mal dem Arzt damit „auf den Keks zu gehen“; zu konfrontieren. Daraufhin erfolgte ein CoronaAbstrich.
- 10.12.2020 Ergebnisvorlage (also am 4.Tag nach dem Test): positiv

Daraufhin Meldung beim Gesundheitsamt für Meldepflichtige Krankheiten

Anordnung vom Gesundheitsamt (also ein Tag später): 11.12. – 20.12.2020 Quarantäne zu Hause (= 14Tage gesamt: gerechnet vom 07.12. – 20.12.2020)

Keine Vorkehrungen zur Isolierung des Patienten in der Wohnung erforderlich (erst recht nicht, außerhalb)
Kontaktpersonen im Haushalt (Eltern/Geschwister/Ureltern) werden nicht auf Covid-19 getestet, es reicht die gleiche Zeit in Quarantäne zu sein, wie beim Patient, da es so ist: Entweder haben sich die anderen Personen schon angsteckt, oder steckten das Kind an, oder werden noch angsteckt. Falls Letzteres eintritt, reicht es eben, die gleiche Zeit verstreichen zu lassen, um den Virus von alleine loszuwerden, falls es keine akuten, schwerverlaufenden Symptome geben sollte, wo man wohl anders handeln müsste.
Es können aber jederzeit Einkäufe ohne Einschränkungen der Eltern zur Versorgung erledigt werden.
Kontrolle: Keine
Tägliches, einmaliges Abfragen per Telefon über den Gesundheitszustand der Angehörigen im Haushalt.
Nach Ablauf der QuarantäneFrist keine Nachtestung aller Personen des Haushaltes, einschließlich des Patienten

Erkennt jemand den Unterschied, zu dem Umgang und Handhabe zu Thailand?

Anmerkung und Falldarstellung vom Gesundheitsamt über den unvorhersehbaren Verlauf eines Coronafalls in D.:
Mann hat Corona, aber fast keine Symptome. Frau steckt sich später an: schwere Symptome: Mann keine Ansteckung. Nach 4 Wochen –nach 1.Fall des Mannes- erneuter Coronafall beim Mann: schwerste Symptome

Viele Grüße Uwe

PS: Und keiner möchte so eine Situation:
https://www.spiegel.de/familie/corona-f ... obal-de-DE
Nur, wie oben angedeutet: So kann's eventuell kommen.
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Michaleo
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3192

Beitrag von Michaleo »

Uwe hat geschrieben:
So 13. Dez 2020, 19:36
nur, wie oben angedeutet: So kann's eventuell kommen.
Kann kommen, muss aber nicht zwingend.
Das ist das Ungewisse, das Gefährliche.
Freundliche Grüsse :)

Ecki
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3193

Beitrag von Ecki »

Über Uwes Fallbeispiel bin ich überrascht bist bestürzt. Ok es stammt vom Dezember, aber wenn selbst die Gesundheitsämter dies so locker sehen, wundern mich die hohen Zahlen nicht.
Ich kenne es persönlich von Anfang April, da hat niemand lange gefackelt. Ein Mitarbeiter hat sich privat, also außerhalb seines Arbeitsplatzes angesteckt. Obwohl ich wie fast alle Mitarbeiter im Home Office waren erhielten wir Samstags einen Anruf. Jeder Mitarbeiter der innerhalb der letzten 14 Tage in der Firma war - egal ob nur 1 h, oder gar nicht am gleichen Tag wie der betroffenen Mitarbeiter musste sich unverzüglich testen lassen. Hierzu bekam er zwei Krankenhäuser genannt. Das Testergebnis wird innerhalb von 24h per Mail oder Telefon übermittelt - alles mit Codewort. Klare Ansage: Vom Anruf bis zum Testergebnis die Wohnung nicht verlassen, auch nicht für Einkäufe. Ausnahme Fahrt zum Test. Erfreulicherweise waren keine weitere Mitarbeiter positiv.

KoSamed
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3194

Beitrag von KoSamed »

Uwe hat geschrieben:
So 13. Dez 2020, 19:36
....Erkennt jemand den Unterschied, zu dem Umgang und Handhabe zu Thailand?....
Mal ganz abgesehen davon, daß ich die Handhabung der Geundheitsämter hinsichtlich der "Betreuung" eines Covid-positiv Getesteten für skandalös aber typisch finde - sehe ich gerade mal überhaupt keinen Zusammenhang zu Thailand.Ixh war coronabedingt selbst 10 Monate in Thailand und wir telefonieren täglich- aber wir sehen, daß es zumindest im Isaan keinerlei Paralellen zu den geradezu hysterischen Auswüchsen in Deutschland gibt.Die Geschäfte sind offen, die Masken werden in den dafür vorgeschriebenen Destinations( und darüber hinaus ohne Murren) getragen und es scheinen offensichtlich keine Leichen an den Straßenrändern zu liegen. Vielleicht sollte man nunmehr tatsächlich mal in der sogenannten "freien "Welt darüber nachdenken, ob nicht ein gewisses Maß ein Eigenverantwortlichkeit das nicht zu überschätzende Problem zu lindern hilft. :-w
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drfred
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3195

Beitrag von drfred »

KoSamed hat geschrieben:
Mo 14. Dez 2020, 02:36
Vielleicht sollte man nunmehr tatsächlich mal in der sogenannten "freien "Welt darüber nachdenken, ob nicht ein gewisses Maß ein Eigenverantwortlichkeit das nicht zu überschätzende Problem zu lindern hilft. :-w
die meisten thais und expats nehmen gutgemeinte ratschläge aus der "freien" welt jeweils eher zurückhaltend an. ich könnte mir vorstellen, dass es vielen bewohnern der stärker betroffenen, europäischen ländern diesbezüglich nun ähnlich geht.

Uwe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3196

Beitrag von Uwe »

Zerbrechlichkeit & Verwundbarkeit des Lebens: Überlebensstoff ist Hoffnung
Von Beginn der Sendung bis Minute 8:15:
https://www.ardmediathek.de/daserste/vi ... 0MzUxYjlh/
Erwähnt wird dort ja das Thema Impfstoff. Unterschiede sind erkennbar: Die Akzeptanzquote zwischen CH & D
https://www.nzz.ch/wissenschaft/corona- ... obal-de-DE
"..., dass die fundamentalen Impfgegner nur etwa 5 Prozent der Bevölkerung ausmachten. Zusätzliche 10 bis 15 Prozent seien skeptisch und weitere unentschlossen. «Damit bleiben bei guter Information 80 bis 85 Prozent der Bevölkerung, die mit Impfungen kein Problem haben.» "

In D. sind es aktuell um die 30%, wo es in der Vergangenheit noch etwas schlechter aussah:
https://www.welt.de/vermischtes/article ... assen.html

Einer der sich auffällig äußert.
Er fordert nun aktuell nicht nur eine neue funktionierende Nachverfolgungsapp, und da mal gen Osten zu schauen, um zu lernen, sondern auch eine europaweite Pandemiestrategie, gerade auch für DACH; für eine notwendige konsequente Zusammenarbeit über die eigenen Ländergrenzen hinaus.
Hier nur ein kurzer Beispielbeitrag:
https://www.zdf.de/kultur/kulturzeit/ge ... n-104.html
Viele Grüße Uwe
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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3197

Beitrag von tom »

Der Fahrplan in der Schweiz nach heutigen Beschlüssen des Gesundheitsministers Alain Berset und den Kantonsdirektoren der Gesundheitskonferenz:
Thema III: Impfstrategie

Alain Berset hat mit den Kantonen auch über die bevorstehenden Impfungen gesprochen. Mit den gesicherten Impfstoffen können rund sieben Millionen Menschen geimpft werden, da es jeweils zwei Impfdosen braucht.

Es gehe jetzt darum, eine Impfstrategie festzulegen, sagt der Gesundheitsminister am Montag vor den Medien in Bern. Die Prozesse seien in Gange, Swissmedic kümmere sich um die Zulassung der Impfstoffe.

Mit den Kantonen sei das Vorgehen betreffend Verteilung, Transport und Lagerung besprochen worden. Die Kantone seien dafür zuständig, die Impfstoffe bereit zu stellen und zu verteilen. Der Bund seinerseits kümmere sich um alles was nötig ist, bis die Impfstoffe in der Schweiz ankommen.

Der Rest obliege den Kantonen. «Sie müssen alles machen, damit sie bereit sind und die Impfung in der Bevölkerung vornehmen können, sobald sie geliefert werden», sagte Berset. Das dürfte in wenigen Wochen so weit sein. Die Kantone sollten Anfang Jahr alle bereit sein. Diese Arbeiten müssten parallel zu den Arbeiten von Swissmedic erfolgen.

Themen II: Schliessung Gastronomie und Läden

Wenn mit der Schliessung der Restaurants um 19 Uhr die Fallzahlen nicht sänken, sei klar, was kommen werde, sagt Alain Beset in Bern. In einem ersten Schritt würden die Restaurants ganz geschlossen, danach gehe es um die Läden.

Man wolle den Schweizer Weg aber weiter gehen, und nicht alles schliessen – wie zum Beispiel in Deutschland, so Berset. Der Schweizer Weg sei aber nur möglich, wenn alle mitmachten.

Es gehe nicht um einen vollständigen Lockdown wie man ihn in anderen Ländern sehe, sagte Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK). Aber unter den Gesundheitsdirektorinnen und Gesundheitsdirektoren sei ein sehr breiter Konsens spürbar für strengere Massnahmen.

Themen I: Contact Tracing, Spitalbelegung, Skigebiete

Laut Gesundheitsminister Alain Berset müssen die Fallzahlen auch deshalb wieder runter, weil sonst die Kontaktverfolgung nicht sichergestellt werden könne. «Mit so hohen Zahlen ist das Contact Tracing eine fast unmögliche Aufgabe.» Erst, wenn schweizweit wieder 800 bis 1000 Fälle registriert würden, könne das Tracing wieder konsequent spielen, sagte Berset vor den Bundeshausmedien.

Berset machte zum wiederholten Male darauf aufmerksam, dass verschiedene Spitäler nicht dringliche Operationen verschieben müssen. «Nicht dringlich heisst nicht, dass diese Eingriffe nicht notwendig sind.» Die Belegung der betreuten Betten stagniere auf hohem Niveau. «Die aktuelle Situation ist sehr anspruchsvoll für das Personal.» Es gebe kaum Luft mehr nach oben.

Betreffend Skigebiete gab der Gesundheitsminister insofern Entwarnung, als dass die Spielregeln für die Bergbahnen vor ein paar Wochen fixiert worden seien. «Es darf weiterhin in diesem Rahmen funktionieren.» Bedingung seien wirksame Schutzkonzepte. «Ski fahren per se ist aber nicht das Gefährlichste, das man sich vorstellen kann», sagte Berset.

Quelle: https://www.bernerzeitung.ch/alain-bers ... 8003916462
Gruss Tom

Werner
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3198

Beitrag von Werner »

Altes und Aktuelles zu Lock Daun:

Bild
Diese alte Dampf Lok steht dekorativ vor einem Hotel in Daun, eindeutig ein Lok Daun.

Hier eine Lok im Bahnhof Daun:
Bild

Während es hierbei nur ein einen Schienenbus handelt, die roten Dinger führen früher durch die Eifel, sicher eines der schönsten Gefährte auf den deutschen Bahngleisen, ich bin als Schüler damit gefahren und vor einigen Jahren war ich mit meiner Mutter in einem Museum das einige von diesen Schienenbussen restauriert hat, in der Nähe von Daun, in Gerolstein, wo der gute Sprudel her kommt:

Bild

So. Das war mal etwas zur Ablenkung und Zerstreuung zu dem Thema Lok Daun. Gruß, Werner.

Werner
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3199

Beitrag von Werner »

Michaleo hat geschrieben:
So 13. Dez 2020, 22:04
Uwe hat geschrieben:
So 13. Dez 2020, 19:36
nur, wie oben angedeutet: So kann's eventuell kommen.
Kann kommen, muss aber nicht zwingend.
Das ist das Ungewisse, das Gefährliche.
Ja, das Ungewisse, das ist schon ungewiss. Die Schwiegermutter eines Freundes, sie ist um die 80, hat Corona mal eben locker weg gesteckt. Viele bemerken es nicht und die Chance oder Gefahr dass man daran wirklich verstirbt wenn man nicht zur Risikogruppe gehört ist gering. 'Aber es regiert ja die Angst und jeder schwere Fall eines jungen Menschen wird ausführlichst beschrieben, nicht wie die 6.000 toten Kinder durch Masern im Kongo in diesem Jahr, die einfach vergessen sind.

Die meisten Verläufe sind äußerst mild und harmlos. Gefährlich ist dass viele Menschen die Ansteckung, die Krankheit und ihr Infektionsrisiko nicht bemerken und andere anstecken die daran dann wirklich erkranken, leiden und wohl möglich sterben. Deswegen gibt es ja auch so viele die positiv getestet werden ohne dass sie die Krankheit bemerken. Ist nicht wie Masern die man durch gut sichtbare rote Punkte sofort erkennt. An Masern sterben übrigens auch sehr viele Menschen und 80 % davon sind Kinder, gesunde Kinder. Nur mal so nebenbei.

W.
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Michaleo
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#3200

Beitrag von Michaleo »

Im Bündnerland wurden 15'000 Freiwillige getestet.

Auch wenn "Freiwillige" schon unwillkürlich eine gewisse Auswahl beeinhaltet, denke ich doch, dass ich dieser statistischen Auswertung eher traue als die bisherige, welche Menschen statistisch auswertete, die an einem Symptom leiden oder mit Symtomträger zusammen gekommen sind. Quelle: SRF .
Freundliche Grüsse :)
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