SARS-CoV-2/COVID-19

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phimax
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4411

Beitrag von phimax »

tom hat geschrieben:
Fr 7. Mai 2021, 07:50
Ja... was sagt uns das?
Darauf angesprochen meinte Lauterbach der frühere und stärke Lockdown bei euch in der Schweiz :-\
https://www.zdf.de/politik/maybrit-illn ... 1-100.html
Orwell war ein Optimist :-s
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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4412

Beitrag von tom »

phimax hat geschrieben:
Fr 7. Mai 2021, 09:39
Darauf angesprochen meinte Lauterbach der frühere und stärke Lockdown bei euch in der Schweiz
:-o @-)

Gruss Tom
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phimax
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4413

Beitrag von phimax »

tom hat geschrieben:
Fr 7. Mai 2021, 10:15
:-o @-)
Ich möchte aktuell auch keiner der Modelierer oder Warner sein,
denn sie werden jetzt immer gefragt, wo denn die hohen Inzidenzen bleiben.
Selbst Lauterbach spricht vom exponentiellen Rückgang der Zahlen. :D

Mir sind deren Erklärungen soweit schon klar - vielen anderen aber nicht.
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4414

Beitrag von Joe »

Eigentlich ist es ja ein großes Lob, wenn die Modellierer jetzt erklären müssen/können, warum die Situation jetzt besser als prognostiziert ist. Immerhin haben sie durch die Warnungen wohl dazu beigetragen, dass sich das Verhalten geändert hat und dieszur Verbesserung der Lage geführt hat.

Aber leider tun sich viele dabei schwer, die Zusammenhänge - die ja meist auch noch zeitlich deutlich entzerrt sind - zu verstehen oder zumindest zu akzeptieren...

Viele verstehen nicht, dass Modellierer keine Wahrsager sind, sondern nur komplexe Zusammenhänge mit gewissen Parametern abbilden und so Entwicklungsszenarien sichtbar machen. Sind aber die Parameter falsch oder ändern sich - z.B. aufgrund der "Vorhersage" - ändern sich natürlich auch die resultierenden Szenarien.
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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4415

Beitrag von tom »

Joe hat geschrieben:
Fr 7. Mai 2021, 11:38
Viele verstehen nicht, dass Modellierer keine Wahrsager sind, sondern nur komplexe Zusammenhänge mit gewissen Parametern abbilden und so Entwicklungsszenarien sichtbar machen. Sind aber die Parameter falsch oder ändern sich - z.B. aufgrund der "Vorhersage" - ändern sich natürlich auch die resultierenden Szenarien.
Dies zeigt sich dann auch in den unterschiedlichen Massnahmen der Länder. Mir scheint als wurde in Deutschland die Meinung der Modellierer mehr gewichtet als in der Schweiz, wo es vielleicht auch aus politischer Struktur so ist, dass wirtschaftliche Aspekte dafür stärker gewichtet werden als in Deutschland. Oder in Thailand ist es soviel ich weiss so, dass das Centre of Covid-19 Situation Administration hingegen fast ausschliesslich aus Modellierer oder denen nahe stehenden Personen besteht. Entsprechend unterschiedlich sind dann eben die Massnahmen die getroffen werden.

Gruss Tom
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4416

Beitrag von Joe »

Das klingt jetzt aber so, als ob Modellieren grundsätzlich harte Maßnahmen wünschen und daher die verhängten Maßnahmen umso härter ausfallen, je mehr sie gehört werden.

Dem würde ich deutlich widersprechen. Ein Modellierer hat eigentlich "keine Meinung" und empfiehlt auch keine Maßnahmen. Er versucht nur, komplexe dynamische Prozesse aufgrund von Einflussparametern so abzubilden, dass man erkennen kann, welche Auswirkungen dies über die Zeit hat.

Es ist - oder sollte nicht sein - nicht das Bestreben eines Modellierers, das Ergebnis tendenziös darzustellen. Aber natürlich hat er einen Einfluss auf die Entwicklung, wenn seine Ergebnisse als Grundlage von Entscheidungen werden - durch die Politik oder die Gesellschaft.

So ist es interessant, dass die Modelle zu dem Zeitpunkt, als die Warnungen laut wurden und danach in der Öffentlichkeit diskutiert wurden, bereits seit einiger Zeit bestanden und bis dahin den tatsächlichen Verlauf ziemlich exakt wiedergaben. Erst danach gab es Maßnahmen - z.B. die Diskussion und Beschluss der "Bundesnotbremse" - und vermutlich auch Verhaltensänderungen in der Gesellschaft, die wohl zu einem - zum Glück - ganz anderen Verlauf geführt haben.

Welche Maßnahmen welchen Einfluss hatten, ist damit natürlich nicht gesagt. Und wie weit dies durch die Modelle beeinflusst wurde, ist auch schwer zu sagen. Dies wüsste man nur in einem Paralleluniversum, in dem das Modell gleich nach Erstellung unter Verschluss gehalten worden wäre...
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phimax
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4417

Beitrag von phimax »

Joe hat geschrieben:
Fr 7. Mai 2021, 14:48
Das klingt jetzt aber so, als ob Modellieren grundsätzlich harte Maßnahmen wünschen und daher die verhängten Maßnahmen umso härter ausfallen, je mehr sie gehört werden.
Letztlich waren es politische Entscheidungen, die auf Grund der Beratung getroffen wurden.
Da wurde imho schon gewichtet - siehe bspw. Drosten u.a vs Streeck u.a.

Aber wie hier schon geschrieben wurde: schön das die negativen Vorhersagen nicht eingetroffen sind.
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4418

Beitrag von Joe »

Genau - die Entscheidungen waren politisch. Und das ist auch richtig so.

Aber ein Modellierer sollte seine Ergebnisse nicht so "hindrehen", dass ein gewünschtes Ergebnis (also z.B. ein besonders kritisches Szenario) herauskommt. Das wäre absolut unseriös. Dass es Modellierer gibt, die bei den Parametern eher "lockerere" und andere, die dabei eher "kritischere" Annahmen treffen, ist klar. Aber jeder sollte begründen können, wie er zu seiner Annahme kommt.

Aber wie gesagt: welche Maßnahmen aus den Modellen resultieren, ist am Ende allein Sache der Politik - die sich dazu aber natürlich vorab beraten lassen.
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Michaleo
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4419

Beitrag von Michaleo »

Das beruhigt natürlich ungemein: ;-)

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Freundliche Grüsse :)
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Andia
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4420

Beitrag von Andia »

Michaleo hat geschrieben:
So 9. Mai 2021, 12:27
Das beruhigt natürlich ungemein: ;-)


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Wieviel kostet das sonst? Ist ja sicher nur das verbrennen selbst.
Ich liebe Thailand. :-
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