SARS-CoV-2/COVID-19

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Michaleo
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4541

Beitrag von Michaleo »

tom hat geschrieben:
Mi 7. Jul 2021, 08:20
So ähnlich argumentierte gestern auch das BAG in der Schweiz.
Genau, England macht es ähnlich wie die Schweiz und verlässt sich auf die hohe Impfquote im Altersbereich der Senioren. Schade finde ich, dass die Impfbereitschaft in der Schweiz sinkt, und dass Märchen die Runde machen, wie zB dass geimpfte Frauen weniger Kinder kriegen.
Freundliche Grüsse :)
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drfred
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4542

Beitrag von drfred »

ich hätte als verantwortlicher wohl eine vorsichtigere gangart angeschlagen, bin aber nicht undankbar, dass wir aus englands erfahrungen lernen dürfen. über eine lotterige brücke lasse ich auch gerne anderen den vortritt.
Off Topic
Michaleo hat geschrieben:
Mi 7. Jul 2021, 09:05
Schade finde ich, dass die Impfbereitschaft in der Schweiz sinkt, und dass Märchen die Runde machen, wie zB dass geimpfte Frauen weniger Kinder kriegen.
das wäre aber - je nach sichtweise - auch ein argumet pro impfung.
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Michaleo
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4543

Beitrag von Michaleo »

drfred hat geschrieben:
Mi 7. Jul 2021, 10:19
das wäre aber - je nach sichtweise - auch ein argumet pro impfung.
555 das war jetzt ein bisschen böse. Also ich bin froh dass es in unserem Quartier wieder mehr Kinder hat, das wirkt so fröhlich.
Freundliche Grüsse :)
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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4544

Beitrag von tom »

Aber wenn ich euch richtig verstehe, seid ihr gar nicht so abgeneigt darüber dass man nun bewusst höhere Fallzahlen akzeptiert, so lange es in den Spitälern dank der Impfungen weiterhin akzeptabel bleibt? Und in GB und ISR ist dies ja der Fall.

Also ich finde es gut. Und jeder der sich einer Impfung aus freien Stücken verweigert sollte akzeptieren dass er sich früher oder später anstecken wird und dann hoffentlich als Genesener zur Herdenimmunität beitragen wird. Und dass er, wenn die Situation in den Spitälern sich verschlechtern sollte, halt vielleicht wieder für einige Zeit nicht ins Stadion, Restaurant, Pub, Konzert reinkommt.
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Michaleo
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4545

Beitrag von Michaleo »

tom hat geschrieben:
Mi 7. Jul 2021, 10:34
Aber wenn ich euch richtig verstehe, seid ihr gar nicht so abgeneigt darüber dass man nun bewusst höhere Fallzahlen akzeptiert, so lange es in den Spitälern dank der Impfungen weiterhin akzeptabel bleibt?
Ja, ich schon.
Wenn der Verlauf milde ist, sind die Schäden im Rahmen.
Ich bin ja auch nicht gegen Zeckenbiss geimpft und gehe trotzdem manchmal in den Wald spazieren.
Freundliche Grüsse :)
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drfred
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4546

Beitrag von drfred »

tom hat geschrieben:
Mi 7. Jul 2021, 10:34
Aber wenn ich euch richtig verstehe, seid ihr gar nicht so abgeneigt darüber dass man nun bewusst höhere Fallzahlen akzeptiert, so lange es in den Spitälern dank der Impfungen weiterhin akzeptabel bleibt?
jein.

grundsätzlich ist jede ansteckung zu vermeinden, weil sie potential hat, eine neue mutation hervorzubringen. im schlimmsten fall sogar eine, gegen die die aktuell zur verfügung stehenden impfstoffe wirkungslos sind.

andererseits muss den menschen auch eine perspektive geboten werden. die drastischen massnahmen welche auf dem höhepunkt der vergangenen welle(n) ergriffen werden mussten, dürfen nicht zum normalzustand werden. nachdem allen (inkl. kinder!) ein impfangebot gemacht werden konnte, sollte der schutz der gesundheit wieder weitestgehend in die eigene verantwortung rücken. es steht dann witerhin jedem frei, maske zu tragen, abstand zu halten, menschenmengen/veranstaltungen zu meiden und auf reisen zu verzichten.

ich hätte jetzt entsprechend noch zugewartet mit der aufhebung der beschränkungen, beobache aber gerne englands - in meinen augen - mutiger versuch.
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4547

Beitrag von Joe »

tom hat geschrieben:
Mi 7. Jul 2021, 08:20
Was ist übrigens eure Meinung zum Vorgehen Grossbritanniens?
Aus meiner Sicht ist das etwas zu früh und vor allem zu "radikal". Aber - um es etwas zynisch zu sagen - bedanken wir uns doch bei Boris, wenn er freiwillig seine Insel als großes Freiluftlabor zur Verfügung stellt. So kann der Kontinent schon von den Erfahrungen profitieren, wenn es bei uns im Herbst auch so weit sein soll.

Bei uns in D haben sich verschiedene Politiker, u.a. Außenminister Maas (SPD), entsprechend geäußert, alle Maßnahmen aufzuheben, sobald allen Erwachsenen ein Impfangebot gemacht wurde. Die zeitlichen Vorstellungen variieren dabei zwischen Ende Juli und Mitte September. Allerdings scheinen die Damen und Herren dabei zumindest die 6 Wochen zu vergessen, die zwischen Erstimpfung und voller Wirksamkeit der Zweitimpfung einzurechnen ist. Davor sollte man auf keinen Fall alles freigeben.

Grundsätzlich ist es natürlich richtig und notwendig, die Verantwortung für die eigene Gesundheit von der Politik wieder auf das Individuum zurückzugeben, sobald die Gefahren für die Gesamtbevölkerung bzw. verwundbarer Gruppen ausgeräumt sind. Wir brauchen den Weg von der Pandemie zum Umgang mit einem endemischen Virus.

Aber sind wir bereits so weit? Und vor allem: ist es eine gute Idee, die Zügel nich nur zu lockern, sondern sofort völlig loszulassen?

Ich würde hier etwas moderater vorgehen. Aufhebung aller Maßnahmen im Außenbereich. Ausnahmen könnten echte Massenveranstaltungen (Volksfeste, Sportstadien) sein, wo der Mindestabstand gesichert und über längere Zeit nicht eingehalten wird. Im Innenbereich Beibehaltung der 3G-Maßnahmen (mit oder ohne Maske?), Maskenpflicht im ÖPNV und in Orten des täglichen Bedarfs (Lebensmittelläden, Apotheken, Behörden, ...) als Schutz für die, die sich selbst nicht ausreichend schützen können. In den Schulen (= Orte, wo Ungeimpfte über einen langen Zeitraum eng zusammen sind) regelmäßige Schnelltests, um Ausbrüche zu erkennen und das Infektionsgeschehen so zu verlangsamen. Vulnerable Gruppen (Altenheime, Krankenhäuser, ...) werden durch Schnelltests (von Besuchern und Bewohnern) bzw. regelmäßiger Tests der Mitarbeiter im Risiko reduziert.

Mit diesem Paket würde ich dann mal in die Herbstsaison starten und schauen, was sich in den Krankenhäusern so tut. Sobald die Einweisungen - insbesondere auf den Intensivstationen - wieder in den exponentiellen Bereich kommen, sofort bremsen. Wenn es aber ruhig bleibt, behutsam weiter die Zügel lockern.

Gelockerte Zügel lassen sich eben leichter wieder anziehen, als wenn das SARS-CoV2-Pferdchen ganz ohne Zügel plötzlich wieder aufbäumt...

Die endgültige Aufhebung der Maßnahmen sehe ich erst im Mai 2022. Ab dann muss das Pferd auch ohne Zügel in Zaum gehalten werden.
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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4548

Beitrag von tom »

Du warst immer zurückhalteder als ich, Joe... 😊
Aber wie rechtfertigst du weiterhin solche Einschränkungen wenn die Situation im Gesundheitswesen trotz vielen Neuansteckungen wie in GB völlig stabil bleibt? Keine Frage, sollte sich diese wieder drastisch verschlechtern, dann müsste man (bei Ungeimpften) wieder reagieren.

Gruss Tom
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4549

Beitrag von Joe »

tom hat geschrieben:
Mi 7. Jul 2021, 11:17
...wenn die Situation im Gesundheitswesen trotz vielen Neuansteckungen wie in GB völlig stabil bleibt? ...
Das weiß man aber noch nicht. man sollte hier die Dynamik der Ausbreitung nicht außer Betracht lassen. Vermutlich - reine Spekulation jetzt von mir - erfolgen die Neuansteckungen zur Zeit in der "aktiven Bevölkerung", also im Durchschnitt eher jüngere Personen bei Festen, Partys, Kneipe, ... Da wäre so oder so keine sehr große Reaktion in den Krankenhäusern zu erwarten.

Es könnte aber sein, dass, nachdem sich Delta "unter dem Radar" in der Fläche verbreitet hat, plötzlich auch verletzlichere Personen - egal, ob geimpft oder ungeimpft - wieder mit dem (mutierten) Virus in Berührung kommen und damit dann eben doch wieder Personen ins Krankenhaus kommen. Das wird aber einige Wochen dauern.

Daher ist das, was Kollege Boris jetzt macht oder vor hat, ein großes Experiment. Er hat den Vorteil, dass er das im Sommer macht, wo ihm das Wetter hilft. Er hat aber den Nachteil, dass er eine Bevölkerung hat, die primär mit AstraZeneca geimpft ist, das wohl einen geringeren Schutz vor Neuinfektionen bietet.

Es gibt viele Parameter in dem Experiment. Erst am Ende wird man sehen, in welche Richtung das Ergebnis verlaufen wird...
tom hat geschrieben:
Mi 7. Jul 2021, 11:17
...dann müsste man (bei Ungeimpften) wieder reagieren.
Eventuell sogar bei Geimpften, um die Infektionsdynamik abzumildern.
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ZH-thai-fun
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4550

Beitrag von ZH-thai-fun »

drfred hat geschrieben:
Mi 7. Jul 2021, 10:19
bin aber nicht undankbar, dass wir aus englands erfahrungen lernen dürfen. ...
... sollte dieses Experiment gelingen, könnten sich so Trump, Bolsonaro und alle die Aluhutträger wieder gerade aufrichten. Deren Meinung ist doch das sich die Corona-Pandemie durch Herdenimmunität durch natürliche Durchseuchung von allein erledigt!?
In meinem Kopf ist "Potpurri" ... :-H
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