Eine thailändische freundin, welche seit 6 jahren in der schweiz wohnt, hat uns vor einigen monaten gefragt, ob wir sie zu ihrer familie begleiten möchten. Wir mussten natürlich nicht lange überlegen, denn ein solches erlebnis ist für europäer ohne thaiverwandschaft einmalig.
Inzwischen sind wir seit 5 tagen in korat. Wir, 8 personen, übernachten in der city, während unsere freundin mit dem ehemann bei mutter, sohn und bruder in einem 40 minuten entfernten dorf wohnen.
Gestern stand dann der besuch bei der familie auf dem programm: wir wurden herzlichst empfangen. Die familienmitglieder waren alle etwas nervös und zurückhaltend, vorallem auch, weil sie kein wort englisch sprechen und wir leider auch kein thai.aber mit übersetzungshilfe unserer freundin sowie handzeichen etc.klappte die verständigung trotzdem.
Zur besichtigung von mamas reisfelder ist dann unser ganze tross durchs 500-seelen-dorf marschiert. Ich kam mir vor wie bei einem karnevalsumzug: überall hörten wir von weitem "farang, farang"', ich glaube alle bewohner kamen an den strassenrand, um ein blick auf uns zu werfen. Auf begrüssung in landessprache, winken und lächeln, reagierten die leute fröhlich zurückwinkend und staunend. Nicht wenige suchten das gespräch, ich verstand aber leider nichts... mitten unter uns war die mama, welche die aufmerksamkeit der nachbarn sichtlich genoss
In der stadt haben wir nur sehr wenige westler angetroffen, was ich als sehr angenehm empfand. Heute auf dem "save one"-market habe ich zum beispiel 2 weisse personen gesehen.
Obwohl kaum jemand englisch spricht, konnten wir uns immer irgendwie verständigen und wurden überall herzlich aufgenommen. Dies alles wird mir in toller erinnerung bleiben und wird mich hoffentlich wieder mal zurückkehren lassen.
In wenigen stunden fahren wir mitsamt thaifamilie für eine woche nach hua hin.ich bin schon sehr gespannt, was uns dort erwartet, schliesslich waren mama und bruder noch nie im urlaub.