Das Visum und die Aufenthaltsbewilligung
Eingereist bin ich mit dem Non-Immigrant O Visum. Die Rentenbescheinigung von der IV und der Pensionskasse hatte ich im Gepäck, da sie für die Bestätigung von der Botschaft bis zu 6 Monate alt sein dürfen.
https://www.eda.admin.ch/countries/thai ... rente.html
Knapp eine Woche vor Weihnachten habe ich die Bescheinigungen nach Bangkok geschickt und die Gebühr überwiesen. Die Lady auf der Post in Jomtien schien bezüglich Überweisung sofort Beschheid zu wissen, als sie die Adresse von der Botschaft sah und hat alles nötige für die Überweisung erledigt. Die Bestätigung von der Botschaft traf 10 Tage später bei mir ein. Drei Wochen vor Ablauf der 90 Tage ging ich zur Immigration Chonburi und habe ohne Probleme die Aufenthaltsbewilligung für ein Jahr bekommen. Mitbringen musste ich die Rentenbestätigung von der Botschaft (alternativ ist auch ein Vermögensnachweis von 800000 Baht bei einer Thai Bank möglich), die Bestätigung von der Vermieterin, dass ich von ihr auf der Immi angemeldet wurde, ausgefülltes Formular TM 7, 1900 Baht, Passkopien und Fotos. Kopien und Fotos konnte ich im Büro vor dem Eingang der Immi machen wie gewohnt. Ich habe für das Ausfüllen des Formulars und Wartezeit etwa eine Stunde gebraucht. Dann bekam ich eine Nummer mit der Aufforderung am nächsten Tag um 14 Uhr wieder zu kommen, dann könnte ich meinen Pass wieder abholen. Am nächsten Tag war ich nach 15 Minuten mit meinem Pass und der Aufenthaltsbewilligung bis 31.01.2020 wieder draussen. Mit dem Prozedere der Aufenthaltsbewilligung war gleich der 90-day-Report miterledigt.
Anfang April musste ich dann noch einen 90-day-Report machen. Bei dieser Gelegenheit habe ich mir eine Wiedereinreisebewilligung (Reentry-Permit) besorgt. So kann ich nächste Saison einreisen, ohne vorher ein Visum in der Schweiz zu beantragen.
Das Ganze war natürlich wesentlich entspannter als letzte Saison, als ich mit dem Touri-Visum multiple Entry einreiste und einen Visarun sowie zwei Verlängerungsanträge machen musste.
Der Flug
Ich buchte diese Saison ein Business Ticket bei der Swiss. Ich hatte beim ersten Flug nach Thailand und zurück schmerztechnisch derart gelitten, dass ich mir sagte: Entweder kann ich mir Business absparen oder ich bleibe zuhause. Die Business Lounge in Zürich war eine Enttäuschung. Dabei bin ich extra besonders früh zum Flughafen gereist, damit ich die Lounge geniessen kann. Die Lounge hat in etwa soviel Ambiente wie ein Wartsaal der SBB. Tische und Boden waren schmutzig. Mein erster Gedanke war, dass ich hier schon auf Thailand eingestimmt werde. Getränke mussten aus der grossen Flasche eingeschenkt werden (vermutlich, damit ja keiner ein Getränk mitnimmt). Der Service im Flugzeug war bis auf die defekte Fernbedienung gut. Auf der Heimreise durfte ich die Royal Silk Lounge von Thai Airways benutzen. Boah! Da könnte sich die Swiss in Zürich ein Scheibchen abschneiden. Ambiente, Sauberkeit, Service und Angebot - einfach alles top. Die WC's waren so sauber, dass ich mich ohne Ekel hinsetzen konnte. Eine der drei Kabinen war so gross wie eine kleine Garderobe, sodass ich mich gleich drin umziehen konnte. In den kliamtisierten Flughäfen und Flugzeugen muss ich mich warm anziehen.
Mein Start
Zu Beginn war da wieder das Urlaubsgefühl. Ich wollte tausend Sachen machen und wurde erneut belehrt, dass man eine chronische Krankheit nicht einfach zuhause lassen kann. Man hat sie an der Backe für immer. Also schaltete ich gleich ein paar Gänge runter. An einem schlechten Tag schaffte ich es morgens ans Meer für eine gute Stunde und den Rest des Tages versuchte ich irgendwie rumzubringen. Da war mir sogar der Weg runter an den Pool zu anstrengend. Aber ich hatte ja noch den Balkon, wenn auch oft mit unerträglicher Geräuschkulisse. An einem guten Tag schaffte ich morgens nebst Raubtierfütterung am Meer auch noch den Einkauf oder andere Erledigungen und abends meine Wassergymnastik. Ich habe auch diese Saison weder die Walking Street gesehen, noch war ich auf dem Waterpark Tower. In der City war ich genau einmal. Trotzdem habe ich es genossen. Ich war, bis auf eine Ausnahme, jeden Tag morgens in der Früh am Meer, fütterte die Katzen und genoss die Ruhe, die Sonne, den Blick aufs Meer und das Rauschen der Wellen. Damit war mein Tag gerettet, egal wie es mir ging.
Das Condo
Über das Condo habe ich schon in einem früheren Beitrag geschrieben. Es war soweit alles okay. Aber am Schluss war mir klar, dass ich nächste Saison nicht mehr dort wohnen will. Ich hatte fast die ganze Zeit irgendein Baulärm zu ertragen, entweder vom Nachbarvillage und/oder im Condo selbst. Das wird nächste Saison vermutlich nicht viel besser sein, da einige Häuschen im Nachbarvillage schon ziemlich in die Jahre gekommen sind. Am meisten störte mich aber, dass ich jedesmal, wenn ich irgendwohin wollte, erst auf die Thappraya Road mit dem starken Verkehr musste. Der Gestank von den schlecht gewarteten Bussen und anderen grösseren Dieselfahrzeugen war voll eklig. Mundschutz war in der Hitze auch nicht angenehm. Also werde ich nächste Saison mein Glück im Phratamnak-Quartier suchen.
Fortsetzung folgt mit den voraussichtlichen Themen und ein paar Bildern:
Mobilität
Futter
Mein Lieblingsplatz am Meer
Projekt Fellschnäuzchen (am meisten Bilder
Projekt Repatriierung betagtes Ehepaar
Was ich jetzt schon vermisse