denn aktuell darf man imho die Auswirkungen des Virus auch nicht unterschätzen.
Weder unterschätzen noch überschätzen finde ich... Der Verantwortliche beim Bundesamt für Gesundheit Daniel Koch erwähnte heute, dass in der Schweiz wohl 200'000 Menschen mit dem Virus infiziert wurden. Aufgrund von Berechnungen und Studien ist man auf diese Zahl gekommen. Da bringt es eben wirklich herzlich wenig wenn in den Medien täglich darüber berichtet wird dass wieder knapp 600 neue dazugekommen sind und wir jetzt knapp 25'000 positiv getestete Menschen in der Schweiz haben. Man soll sich bewusst sein welche Gefahren das Virus bringt, man soll sich aber auch nicht davor zu sehr ängstigen und vorallem sollte man auch positiv in die Zukunft schauen.
So...hier ein paar Anmerkungen zum Krankheitsverlauf. Das ist sicher deutlich schwammiger als das Thema Übertragung. Zum einen, weil auch die Experten noch sehr am Vermuten sind, da eben noch keine belastbaren klinischen Studien bestehen. Wir reden also nur von zusammengefassten Einzelbeobachtungen. Zum anderen, ist das Thema sicher deutlich komplexer und individueller als die Übertragung, wo relativ viel bereits klar ist.
Nun denn...
Krankheitverlauf
Man kann den Verlauf der Erkrankung mehr oder weniger in drei Phasen untergliedern, denen noch die Inkubationsphase - also quasi Phase 0 - vorausgeht. Alle Phasen dauern im Durchschnitt grob eine Woche. Das kann sich aber individuell natürlich auch unterscheiden.
In der Phase 0 ist die Person infiziert. Die Person merkt aber noch nichts davon. In dieser Phase dringt das Virus über die Schleimhäute im Gesicht (Rachen, Nase, Bindehaut) in den Körper ein und reist zu seinem Zielgebiet (Atmungssystem). Die meisten Personen werden 1-2 Tage vor Ende der Phase 0 selbst infektiös.
In der Phase 1 erkrankt die Person. Es zeigen sich die bekannten Symptome: Fieber und trockener Husten. Bei vielen Personen kommt es auch zu einer temporären Störung bei Geruch- und Geschmackssinn. Die Symptome sind individuell unterschiedlich stark. Bei sehr vielen so schwach, dass sie gar nicht bemerkt werden.
In dieser Phase befindet sich das Virus hauptsächlich im oberen Atmungsapparat (Rachen, Luftröhre). Somit ist das Virus bei Abstrichen, die in diesem Bereich entnommen werden, deutlich nachweisbar. Die Person ist hochinfektiös.
Die Symptome sind allerdings bei den meisten Personen nicht wirklich gravierend. Auch Personen in den Risikogruppen geht es - noch - verhältnismäßig gut. In dieser Zeit sind auch die meisten Erkrankten noch zu Hause.
In der Phase 2 ist das Virus zur Lunge gewandert. Im Rachen ist es oft gar nicht mehr nachweisbar, so dass ein Test teilweise gar nicht mehr anschlägt. Somit sind die Personen auch nicht mehr oder deutlich schwächer infektiös. In dieser Phase zeigen sich starke Schädigungen der Lunge. Die Diagnose ist damit weniger per Test, aber per CT möglich. Hier zeigt die Lunge wohl für Experten ein eindeutiges Bild.
Dazu setzt eine starke Immunreaktion des Körpers ein, die versucht, das Virus zu bekämpfen. In manchen Fällen so stark, dass der Körper über das Ziel hinausschießt und stärkere Probleme bereitet als das Virus selbst.
In dieser Phase kommen die betreffenden Fälle dann ins Krankenhaus und auch auf die Intensivstation, um mit Sauerstoff oder gar Beatmung die Lungenfunktion zu unterstützen.
Warum die meisten Personen gar nicht in diese Phase kommen bzw. diese unkritisch verläuft? Keine Ahnung. Dazu habe ich noch nicht wirklich eine Erklärung gehört. Vermutlich hat es mit dem Immunsystem zu tun. Und auch, wie stark die Virenbelastung ist.
In der Phase 3 ist das Virus selbst eigentlich bereits besiegt und spielt bei der Erkrankung keine wirkliche Rolle mehr. Hier kämpft der Körper mit der oben erwähnten Immunreaktion und den daraus resultierenden Folgen. Im schlimmsten Fall ist die Lunge so stark geschädigt, dass es zu einem völligen Lungenversagen kommt.
Die Phasen haben auch einen entscheidenden Einfluss auf die zukünftige - medikamentöse - Behandlung der Erkrankung. Die jetzt untersuchten Mittel (Remdesivir, …) haben ja alle das Ziel, die Vermehrung der Viren zu hemmen, sodass der Körper die - verminderte Zahl - der Viren bekämpfen kann bzw. die - verminderte Zahl - der Viren weniger Schaden anrichten kann.
Bis jetzt gibt es zwar Hinweise, dass diese Mittel Wirkungen haben könnten. Es zeigte sich (in den wenigen vorhandenen Erfahrungsfällen) aber auch, dass die Wirkung bei leichteren Fällen eher gegeben war als bei den wirklich schweren Fällen, bei denen ein Erfolg natürlich wichtiger wäre.
Legt man aber die obigen Phasen zugrunde, ist die Beobachtung nicht wirklich überraschend. Die Ausbreitung der Viren - und damit die Zeit, in der ein Mittel zur Verhinderung der Verbreitung wirken kann - findet primär in Phase 1 und ein bisschen auch noch in Phase 2 statt. Das ist aber die Zeit, in der die meisten Infizierten noch gar nicht im Krankenhaus sind und man ja auch noch nicht weiß, ob der weitere Verlauf leicht oder kritisch sein wird.
Sobald man aber weiß, dass ein Erkrankter einen schweren oder kritischen Verlauf hat, ist die Virenausbreitung quasi bereits abgeschlossen und die obigen Medikamente haben nur noch wenig Einfluss. So haben die Ärzte nur ein sehr schmales Zeitfenster, in dem ein - noch hypothetischer - Virenhemmer eingesetzt werden kann. Man bräuchte also ein Mittel ohne gravierende Nebenwirkungen, das nach Feststellung der Diagnose allen Infizierten verschrieben werden kann. Zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht bekannt ist, ob die Person die Erkrankung nicht auch ohne Medikamente bewältigen könnte.
Ich denke, in diesem Bereich wird man in den nächsten Wochen noch einiges hören. Ich berichte, wenn ich einen interessanten Podcast entdeckt habe.
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Interessanter Artikel. Gute Idee mit dem Staubsauberbeutel. Ich werde diese Variante ausprobieren. Als Bastelkönigin kein Problem für mich. Was für mich unklar ist: Soweit ich informiert bin, sammeln sich die Viren auf der Maske, wenn sie sie nicht durchdringen können. Deshalb sollte man sie beim Ausziehen auch nicht an der Aussenseite anfassen. Dann wären die selbstgemachten Masken aus Staubsaugerbeuteln nicht für mehrmaligen Gebrauch ausgelegt - entgegen den Empfehlungen im Artikel für mehrfache Verwendung.
Die selbstgemachten Masken aus Stoff haben hauptsächlich eine Schutzwirkung fürs Gegenüber (Tröpfchen werden nicht rumgeschleudert) und ein bisschen Eigenschutz. Aber ein Teilschutz ist immer noch besser als gar nichts. Würden alle Masken für die anderen tragen, wäre auch ein Schutz erreicht. Besser als gar kein Schutz.
Man kann es nicht allen recht machen. Drum mach ich es wenigstens mir recht.
Gerade die neuen Meldungen überflogen.
Immer mehr Verantwortliche suchen das Teelicht am Ende des Tunnels.
Maskenpflicht soll daraus vielleicht eine Kerze machen (können).
Mal schauen, wie lange es noch Staubsaugerbeutel gibt...
Über Statistiken haben wir hier ja auch schon viel diskutiert. Und man kann sich über die Sinnhaftigkeit von Statistiken natürlich trefflich streiten - vorallem, für welchen Zweck die Daten herangezogen werden können.
Aber manchmal zweifle ich schon an den Zahlen an sich. Wer bitte kann mir das hier erklären?
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Ok...es ist Oster-Sonntag...Wiederauferstehung und so. Oder was will mir eine negative Zunahme der Todeszahlen sagen? Haben sie sich am Vortag verzählt und eine falsche - zu hohe - Zahl ausgewiesen?
Im Prinzip ist es egal. Es fiel mir eben beim Drüberscrollen auf...
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O.k. Es sind die Zahlen vom ersten Quaratal aus Deutschland und nicht Italien oder NY. Aber trotzdem irgendwie passt das nicht zusammen mit dem was ich in der Presse zu Lesen bekomme.......
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