SARS-CoV-2/COVID-19

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Michaleo
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4161

Beitrag von Michaleo »

phimax hat geschrieben:
Mo 29. Mär 2021, 21:44
Ihr Schweizer habt noch einen eigenen Ermessenspieraum(?).
Ich denke, so läuft das Allgemein auch sonst in der Schweiz. ;-)
Ich persönlich passe mich aber auch den Umständen an. Kürzlich traf ich zum Beispiel einen Freund von mir, der Arzt und sehr vorsichtig ist und draussen immer die Maske trägt. Also zog ich sie mir auch schnell über, um mit ihm einen kurzen Schwatz zu haben. Oder als ich auf der Strasse mit einem uniformierten Polizisten, den ich kenne, ein Gespräch über das historische Bern hatte (er hat eine Sammlung von 1400 alte Postkarten von Bern), zog ich sie auch an, um ihn nicht in Verlegenheit zu bringen.
Freundliche Grüsse :)
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phimax
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4162

Beitrag von phimax »

Werner hat geschrieben:
Mo 29. Mär 2021, 21:46
Hier heute neu.
In Düsseldorf?
Eins der Modellprojekte?
Ikea hat schon wieder zu gemacht, nur noch Click & Collecet.

Ihr seit ja aktuell knapp unter 100, was sich aber schnell ändern kann.
Wie ist es mit besuchen bei euch gerade? Ein Haushalt plus eins?
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Werner
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4163

Beitrag von Werner »

Lese einfach den Artikel dazu. Hatte gerade noch versucht die Insolvenzzahlen zu ermitteln und dann ploppte dies auf. Ganz aktuelle, daher hier.

Ist mir egal, ich habe keine Angst, eher ein wenig Sorge.

Dass man sich im Handel ansteckt ist eh unwahrscheinlich. 2020 bis Ende April gab es keine Maskenpflicht. Ich habe in keinem Geschäft erfahren dass die Angestellten gefährdet sind oder welche wegen Corona ausgefallen wären. Und heute mit Maskenpflicht sieht es genauso aus. Fragt einfach selber. Ich habe noch keine Info über Angestellte in Geschäften die sich angesteckt haben.

Dann stecke ich mich in der kurzen Zeit dort auch nicht an. Ist kaum wahrscheinlich mit Maske.

W.
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phimax
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4164

Beitrag von phimax »

Werner hat geschrieben:
Mo 29. Mär 2021, 22:01
Dass man sich im Handel ansteckt ist eh unwahrscheinlich...
...sehe ich auch so und es gibt m.W. keine Zahlen dazu.

Zur Wahrheit gehört aber auch, das die Limitierung Kunden/qm³ dazu beigetragen hat. Ohne diese hätte es wahrscheinlich anders ausgesehen.
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Michaleo
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4165

Beitrag von Michaleo »

phimax hat geschrieben:
Mo 29. Mär 2021, 22:28
die Limitierung Kunden/qm³
Das scheint mir aber auch sehr sinnvoll! :ymapplause:
Freundliche Grüsse :)
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phimax
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4166

Beitrag von phimax »

Michaleo hat geschrieben:
Mo 29. Mär 2021, 22:32
phimax hat geschrieben:
Mo 29. Mär 2021, 22:28
die Limitierung Kunden/qm³
Das scheint mir aber auch sehr sinnvoll!
Natürlich ist es das und wird auch von niemandem ernsthaft kritisiert.

Wenn aber bspw. ein Paar seine Eltern nicht mehr gemeinsam/gleichzeitig besuchen darf, dann fragt man sich schon... Denn mit zeitlichen Abstand (er vormittags, sie nachmittags) ist es weiterhin erlaubt (allerdings nicht empfohlen). Wen wundern -bei solchen Regelungen- die hohen Zahlen (OK B117) wirklich? Die Menschen treffen sich -nach der langen Zeit- einfach heimlich in Gruppen und das Virus bedankt sich.

Die neue Wortschöpfung passt schon gut: die Menschen sind einfach mütend (müde und wütend).

Die Region Hannover plant gerade ab dem 1. April eine 11 tägige Ausgangssperre (22 bis 5 Uhr) und eine erweiterte Maskenpflicht. Wie hilflos müssen die sein?
P.S. Da wird doch lediglich Politik für diejenigen gemacht, die es gerne noch härter hätten.
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Michaleo
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4167

Beitrag von Michaleo »

phimax hat geschrieben:
Mo 29. Mär 2021, 22:55
die Menschen sind einfach mütend
Das ist so.
Was alte Buddies wie ich noch durchhalten, mögen die Jungen nicht mehr trägen.
Die Gescheiten und Schlauen treffen sich diskreter und passen sich allenfalls an - die Dumpfbacken und Prolos rufen laut: wir machen nicht mehr mit.
Das sind halt soziale Diskrepanzen, die nicht durch Corona hervorgerufen, aber sicher verstärkt wurden.
Freundliche Grüsse :)
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phimax
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4168

Beitrag von phimax »

Michaleo hat geschrieben:
Mo 29. Mär 2021, 23:12
Das sind halt soziale Diskrepanzen, die nicht durch Corona hervorgerufen, aber sicher verstärkt wurden.
Ja, Corona wirkt wie ein Brennglas und zeigt viele Problme sehr viel deutlicher.
Vieles was Corona zugeschrieben wird, war schon vorher abzusehen und wird nun beschleunigt. Mittlerweile denke ich auch, das es ein Zurück zu vor Corona nicht geben wird.
Der hier verlinkte Beitrag auf Arte zeigt das auch sehr gut.
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4169

Beitrag von Joe »

Ich bin heute eigentlich nur wütend. Wütend auf das Kindergartentheater, das hier führende Politiker (aka Ministerpräsidenten) gerade aufführen.

Leider wurde aus den (guten) Erfahrungen der 1. Welle und der (negativen) Erfahrungen der 2. Welle wohl nichts gelernt. Wir befinden uns gerade im exponentiellen Anstieg der 3. Welle, die deutlich höher ausfallen wird als die 2. Welle - und die Damen und (hauptsächlich) Herren kämpfen um ihre Förmchen, anstatt sich ernsthaft um ihren Amtseid (Schaden vom xxx Volk abzuwenden) zu kümmern.

Ich gehöre jetzt nicht zu denen, die unsere Kanzlerin andauernd verteidigen. Sie hat vor Corona Gutes gemacht und Fehler gemacht. Sie hat auch in der Corona-Krise gute Entscheidungen getroffen und große Fehler zu verantworten. Aber sie hat meist frühzeitig die Situation erkannt und versucht, in eine Richtung zu steuern - ist aber oft im Kompromissgerangel mit den Ländern mit einer klaren Linie gescheitert. Vielleicht ist es daher ihr größter Fehler, nicht schon früher eine verbindliche Vorgehensweise für alle gewährleistet zu haben.

Wer gestern den Auftritt bei Anne Will gesehen und zwischen den Zeilen zugehört hat, hat gesehen, wie wütend und frustriert sie selbst ist. Und für sie, die emotion nie groß schreibt, war die schon offene Warnung an die MP schon ein Wutausbruch.

Wir müssen handeln. Jetzt. Nicht in zwei Wochen. Jetzt. Schon bei der 2. Welle waren wir eigentlich 2 Wochen zu spät dran. Aber die Herren Ministerpräsidenten wollen Ihre "Modelle" weiterfahren - was die Kurve im besten Fall nicht steiler werden lässt, aber garantiert nicht abflachen wird. Und in drei oder vier Wochen werden sie jammern, dass das ja keiner wissen konnte und sie anders beraten wurden und ja nur das Beste für ihre Wähler wollten.

Das Virus ist aber kein Politiker, mit dem man ein paar Stunden zusammensitzt und am Ende einen faulen Kompromiss aushandelt.

Wir brauchen den Lockdown jetzt. Und zwar einen richtigen Lockdown. So, wie in der ersten Welle. Aus meiner Sicht gibt es gar keine Alternative mehr. Wir haben nur die Wahl zwischen 3 Wochen hartem Lockdown jetzt - mit einigermaßen überschaubaren Opferzahlen. Oder einen harten Lockdown in 3 - 4 Wochen, der dann 6 oder 8 Wochen dauern wird, während die Opferzahlen deutlich steigen. Portugal, Irland und England lassen grüßen.

Wir brauchen den Lockdown. Nicht, weil ich Lockdown toll finde - sondern weil ich endlich raus will aus den Lockdowns. Noch hätten wir die Chance, in drei Wochen wieder bei einer Inzidenz von vielleicht 50 zu sein. Und eine Woche später dann bei vielleicht 35. In drei oder vier Wochen werden wir bei mehreren 100 stehen...

Auch das Argument "man muss Gesundheit gegen andere Dinge wie Wirtschaft oder Bildung abwägen" ist Blödsinn. Denn die Wirtschaft hätte lieber harte 4 Wochen, als monatelanges Dahinsiechen. Viele Branchen, wie die Gatronomie und der Einzelhandel, aber auch Kultur und Bildung haben ja seit Monaten einen harten Lockdown. Also müssen wir dort ran, wo wohl immer noch massive Ansteckungen vorkommen: Industrie und Privatbereich. Wir müssen runter von den Zahlen, während wir mit den (viel zu langsamen) Impfungen die "zweite Front" gegen das Virus eröffnen.

Ich bin nicht der große Freund von politischen Kommentaren bei SPON - aber den hier finde ich sehr gut: https://www.spiegel.de/wirtschaft/coron ... 646d175b17
Der Kommentator spricht mir aus der Seele...

Jetzt bin ich mütend - gute Nacht!
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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#4170

Beitrag von tom »

Ich sehe es (wieder einmal... :) ...) anders als ihr. Natürlich verstehe ich eure Meinungen, ich verstehe auch dass es Menschen gibt die jetzt noch härtere Massnahmen fordern.

Jedoch: was brachten all die Lockdowns in Deutschland oder in anderen Staaten Europas? Klar, kurzfristig gingen die Zahlen stark zurück, nur stiegen sie dann wieder relativ zügig. Es wundert mich auch nicht, dass sie jetzt noch stärker steigen als zuvor, denn einerseits haben wir diesen primär englischen Mutanten auf dem Feld und zweitens sind die Menschen einfach coronamassnahmenmüde.

Deshalb sehe ich es eher so wie es gestern der ehemalige Vize-Chef der Schweizer Task Force gesagt hat (welcher übrigens absolut kein Öffnungsturbo ist). Er meinte: es braucht jetzt langsame Öffnungen. Man muss den Menschen wieder klare Perspektiven bieten, denn das was jetzt mit den Einschränkungen und Lockdowns passiert ist, dass die Massnahmen nicht mehr oder immer wie weniger mitgetragen werden. Ein weiterer Lockdown würde dies nur noch verstärken. Was es jetzt braucht sind Perspektiven und leichte Öffnungen (er erwähnte Gartenrestaurants und Terassen) und klare Aussagen dass dies nur möglich ist, so lange sich wieder alle zurückbesinnen an die einfache Regel:

Abstand halten / Hände desinifzieren / Maske tragen

Diese 3 simplen Regeln vom Beginn der Pandemie sind immer noch genau die 3, welche am meisten helfen die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Es braucht nicht mehr.

Seiner Meinung schliesse ich mich inzwischen an, ich bin mir sicher dass ein weiterer Lockdown dazu führen würde, dass ein Grossteil der Bevölkerung dann selbst einfache Regeln dann nicht mehr einhalten würde. Und beim ganzen darf man ja nicht vergessen, dass die 3 simplen Regeln vermutlich auch noch lange - wenn nicht für immer - bei uns Einzug halten werden.

Gruss Tom
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