Dem Gedanken an sich kann ich nur zustimmen. Allerdings bedarf es da nicht nur eines Umdenkens, sondern einer grundlegenden Änderung z.B. der Wohnsituation. Wir haben 2013 9 Monate lang unsere Tochter bei uns gepflegt, in den letzten Monaten stand ihr Krankenbett in unserem Wohnzimmer. Die Pflege wurde überwiegend durch meine Frau übernommen, sie hat bis zur Erschöpfung für das Wohl der Tochter gesorgt. Eine Wohnung läßt sich halt nicht einfach vergrößern, und Eltern oder nur einen Elternteil bei sich aufzunehmen für die Betreuung der Alten oder einen Familienangehörigen zur Krankenpflege ist mit starken, teilweise nicht zumutbaren Einschränkungen verbunden. Als es dem Ende zu ging, war auch alle Aufopferung nicht mehr ausreichend, und es mußte eine Verlegung ins Hospiz erfolgen. Ich glaube, dass es in unserer Gesellschaft einfach nicht möglich ist, Familienangehörige auf Dauer zu sich zu nehmen. Und das finde ich schade.KoSamed hat geschrieben: ↑So 11. Apr 2021, 12:47Ich bin schon lange vor Corona der Auffassung gewesen, daß einerseits in den sogenannten Premiumländern wohl ein Paradigmenwechsel stattfinden muß- und zwar in der Form, daß man bei der Betreuung der Alten und auch Kranken muß wieder mehr in die Familie verlagert werden.
So sah es in unserem Wohnzimmer aus: