Um meinen Threat wieder mal nach vorne zu bringen

und auch mein Versprechen einzulösen eine Aufdatierung abzugeben, werde ich nun in Unregelmäßigen Abständen versuchen meine Eindrücke mitzuteilen. Damit es verständlicher ist, werde ich den Ausdruck Filipino für alle drei Geschlechter verwenden.
Der Filipino ist, wie ich bereits vorgaengig mal geschrieben habe, nicht nur vom optischen Standpunkt gesehen sondern auch vom Verhalten her ein naher -sehr naher- Verwandter des Thai. Jedoch sind die Spuren der Kolonialmächte Spanien und der Vereinigten Staaten nicht gänzlich am Filipino vorbeigegangen. Im Gegenteil, diese Zeiten haben grosse Einschnitte im allgemeinen Verhalten hinterlassen. Sei es die Namensgebung, welche von den Spaniern geprägt ist oder auch vom Essenverhalten, welches von den Vereinigten Staaten beeinflusst wurde.
Der Filipino im Allgemeinen ist nett, freundlich und aufgeschlossen gegenüber Fremden und zeigt in allen Lebenssituationen ein Lächeln, welches gleich zu deuten ist, wie bei den Thais. Filipinos und Thai verstehen sich untereinander gut bis sehr gut; obwohl auch immer ein wenig über die jeweilige Nationalität "gefrotzelt" wird. Die Namensgebung ist für unsere Ohren mal recht gewöhnungsbedürftig; so trägt zwar jeder Filipino einen normalen Familiennamen und Vornamen (zumeist mehrere Vornamen) und gleichzeitig einen Kurznamen analog Thailand. Sind es in Thailand die "Sternchen' Mäuschen' Schweinchen etc" verhält es sich auf den Philippinen ein wenig anders. Hier sind es zumeist "Bee, Honey, Boy, oder auch Honeybee und Honeyboy". Dazu kann man sich natürlich die Frage stellen, ob man ein Land ernst und als seriös einstufen kann, wenn der Gouverneur der Zentralbank sich mit "Honeyboy" ansprechen lässt. Up-country wird man noch vielerorts mit "Hi Joe" Begrüßt ….ein Überbleibsel aus den amerikanischen Zeiten. Besonders gewöhnungsbedürftig ist für mich jedenfalls, wenn man freundlich sein möchte und ebenfalls freundlich gruesst. Solange man den Vornamen nicht kennt, reicht ein amerikanisches "Hi"…………was mache ich aber mit dem Gitarrenlehrer meiner Tochter? Der heisst…..man mag es kaum glauben…..Hitler zum Vornamen. Habe mich auf ein Kopfnicken und ein freundliches Lächeln eingestellt.
Ebenfalls -jedenfalls für mich- war anfänglich höchst gewöhnungsbedürftig die zahlreichen Schilder vor Banken, Restaurants und Kaufhäusern mit der Aufforderung "Drop your gun here" oder "No gun allowed". Ist für mich weiterhin nicht ganz klar, wer seine Bankgeschäfte (hierzu wohl eher), sein Essen oder seine Einkäufe mit einer Beretta oder Glock erledigt……..
Vor jedem "wichtigeren" Geschäft hat es bewaffnetes Sicherheitspersonal…..zum Teil mit gewaltigen Knarren. Und wenn dies noch nicht reicht, dann tritt die PNP (Philippin National Police) in Aktion, welche sich entweder mal "Pulys" oder "Pulysia" nennt (Tagalog aber vermutlich aus dem Spanischen abgeleitet) und ihr Personal mit "Sheriff" oder "Marshall" gross auf Brust- und Rücken beschriftet. Auch hierzu lässt sich der absolute Vergleich mit der Thailändischen Polizei machen……nicht der geringste Unterschied, ausser der Sprache ;)
In diesem Sinne……………..der nächste Artikel behandelt das Nachtleben…….dazu muss ich wohl noch ein bisschen Erfahrung sammeln
