Ich denke, hier einen "einfachen Dreisatz" anzuwenden, wäre nicht wirklich korrekt. Zum einen, weil die jetzt noch Ungeimpften und dann geimpften im Schnitt ja eher jünger sind, d.h. bei einem Impfdurchbruch deutlich seltener auf Intensiv landen würden. Zum anderen wären sie ja auch noch frisch geimpft, d.h. der Impfdurchbruch ist sowieso in den nächsten Monaten unwahrscheinlicher. Auch würde es stark darauf ankommen, wie die Altersstruktur der verbleibenden 8% wäre.phimax hat geschrieben: ↑Di 23. Nov 2021, 19:28Du bist ja gut im Thema. Mir geht folgende Frage durch den Kopf, also ein Gedankenspiel:
Aktuell liegen ca. 35% Impfdurchbrüche auf den Intensivstationen (Tendenz steigend, da sich die Impfquote ja erhöht).
Angenommen wir hätten eine Impfquote von ca. 92% (die Gegner jeglicher Impfungen liegen wohl stabil bei 8%, was auch eine Impfpflicht nicht ändern würde), wie groß wäre der Anteil Geimpfter dann? Oder kann man das gar nicht seriös rechnen?
Hintergrund meiner Frage ist der Umstand, das es immer eine Todesursache Nr. 1 gibt. Wird die auslösende Krankheit bspw. durch medizinischen Fortschritt behandel-, heil- oder vermeidbar, tritt eine andere Todesursache die Nachfolge an. So war es schon immer und wird imho auch so bleiben.
Könnte es also sein, das der hohe Anteil Ungeimpfer auf den Intensivstationen (zumal sich deren Kapazität im letzten Jahr um einige Tausend Betten verringert hat) nicht durch die dann höhere Anzahl von Impfdurchbrüchen substituiert werden würde?
Aber ignorieren wir das alles mal und wenden wirklich "einfache Mathematik" an. Setzen wir die Anzahl der Intensivpatienten heute als 100, dann hätten wir in einem Szenario eine Intensivanzahl von ca. 66 - die Intensivstationen wären also nur noch zu 2/3 gefüllt. Aber wie gesagt: aus obigen Gründen würde ich von einer deutlich kleineren Anzahl ausgehen.
Bei den Impfdurchbrüchen muss man aber auch noch berücksichtigen, dass die gerade ja vor der Booster-Aktion stattfinden. Wir dürfen uns also nicht ausschließlich auf die Ungeimpften konzentrieren - auch wenn dies den größten Effekt hat. Die andere Aktion ist es, bei den 60+ die Impfdurchbrüche zu verhindern - durch Booster bzw. Tests in Altenheimen.