Da ja alle schon vor dem Abend Hunger haben, wird überall auch schon gegessen.
Abgewaschen wird vor Ort.

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Ich habe unsere Integration im Dorf heute ganz gezielt und auch etwas berechnend vorangetrieben und bin am Morgen mit einigen selbst gemachten Bananen-Cakes aufgekreuzt. Da ich weiss, dass die Frauen im Dorf eine wichtigere Rolle als die Männer spielen, habe ich die Cakes in kleine Stücke geschnitten, bin dann mit der Platte zu jeder der etwa 80 Frauen auf dem ganzen Gelände und habe jeder ein Stück angeboten.
Ein Thai würde dies wahrscheinlich nie machen. Da aber Frauen auch hier vor allem Frauen sind, war der Erfolg durchschlagend! Jede hat sich mit einem Wai bedankt und die meisten (bis ins hohe Alter) haben mit mir geflirtet.
Im weiteren Verlauf des Tages sind mir über Vermittlerinnen immerhin
4 ernsthafte Vorschläge für eine Mia Noi aus dem Dorf zugetragen worden.
Und überall, wo ich auftauchte, haben mir die Frauen zugelächelt.

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Die Männer waren etwas zurückhaltender. Von Zeit zu Zeit haben mir einzelne ganz spezielle und seltene Leckerbissen angeboten oder gleich auf den Teller gelegt, wie zum Beispiel kleine Stücke gegrillten Schweinedarm.

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Später bei den verschiedenen Zeremonien war auch immer gleich einer mit einem Stuhl bei der Hand, damit ich nicht auf dem Boden leiden musste.
Gegen Abend kam dann auch noch der lange erwartete Bus mit etwa 40 Dorfbewohnern, die ihr Geld vor allem als FabriarbeiterInnen in Samut Songkhram verdienen, fern der Heimat.
All diese Leute haben übrigens nicht bei ihren jeweiligen Familien übernachtet, sondern gemeinsam im Tempel.
Für die folgenden Zeremonien, bei denen dann wirklich fast das ganze Dorf anwesend war, sind dann nach und nach noch 8 weitere Mönche aus anderen Wats eingetrudelt (neun müssen es sein, sonst wird das nichts).
Und danach startete das grosse Schlemmen.
Übrigens:
Von den übrigen Falang im Dorf resp. ihren als hochnäsig bezeichneten "Mia Falang" hat sich keiner blicken lassen.
"Les absents ont toujours tort"
Für mich und meine Frau war dieser Tag eine eindrückliche Demonstration des dörflichen Lebens, das uns unsere neue Heimat bietet.