Guten Morgen Pattaya

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mungg
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Re: Guten Morgen Pattaya

#31

Beitrag von mungg »

Jetzt bin ich seit gut einer Woche wieder in heimatlichen Gefilden. Heute bin ich um 4.30 Uhr aus dem Bett gefallen. Ein Zeichen, dass der Jetlag vorbei ist? Dann will ich mal mit dem Rückblick beginnen. Es sind meine ganz persönlichen Eindrücke aus meinem persönlichen, für Gesunde vielleicht langweiligen Leben. Wer sich beim Lesen langweilt, muss es nicht lesen. Gibt ein Haufen andere spannende Dinge im Forum zu lesen.

Das Visum und die Aufenthaltsbewilligung
Eingereist bin ich mit dem Non-Immigrant O Visum. Die Rentenbescheinigung von der IV und der Pensionskasse hatte ich im Gepäck, da sie für die Bestätigung von der Botschaft bis zu 6 Monate alt sein dürfen.
https://www.eda.admin.ch/countries/thai ... rente.html
Knapp eine Woche vor Weihnachten habe ich die Bescheinigungen nach Bangkok geschickt und die Gebühr überwiesen. Die Lady auf der Post in Jomtien schien bezüglich Überweisung sofort Beschheid zu wissen, als sie die Adresse von der Botschaft sah und hat alles nötige für die Überweisung erledigt. Die Bestätigung von der Botschaft traf 10 Tage später bei mir ein. Drei Wochen vor Ablauf der 90 Tage ging ich zur Immigration Chonburi und habe ohne Probleme die Aufenthaltsbewilligung für ein Jahr bekommen. Mitbringen musste ich die Rentenbestätigung von der Botschaft (alternativ ist auch ein Vermögensnachweis von 800000 Baht bei einer Thai Bank möglich), die Bestätigung von der Vermieterin, dass ich von ihr auf der Immi angemeldet wurde, ausgefülltes Formular TM 7, 1900 Baht, Passkopien und Fotos. Kopien und Fotos konnte ich im Büro vor dem Eingang der Immi machen wie gewohnt. Ich habe für das Ausfüllen des Formulars und Wartezeit etwa eine Stunde gebraucht. Dann bekam ich eine Nummer mit der Aufforderung am nächsten Tag um 14 Uhr wieder zu kommen, dann könnte ich meinen Pass wieder abholen. Am nächsten Tag war ich nach 15 Minuten mit meinem Pass und der Aufenthaltsbewilligung bis 31.01.2020 wieder draussen. Mit dem Prozedere der Aufenthaltsbewilligung war gleich der 90-day-Report miterledigt.
Anfang April musste ich dann noch einen 90-day-Report machen. Bei dieser Gelegenheit habe ich mir eine Wiedereinreisebewilligung (Reentry-Permit) besorgt. So kann ich nächste Saison einreisen, ohne vorher ein Visum in der Schweiz zu beantragen.
Das Ganze war natürlich wesentlich entspannter als letzte Saison, als ich mit dem Touri-Visum multiple Entry einreiste und einen Visarun sowie zwei Verlängerungsanträge machen musste.

Der Flug
Ich buchte diese Saison ein Business Ticket bei der Swiss. Ich hatte beim ersten Flug nach Thailand und zurück schmerztechnisch derart gelitten, dass ich mir sagte: Entweder kann ich mir Business absparen oder ich bleibe zuhause. Die Business Lounge in Zürich war eine Enttäuschung. Dabei bin ich extra besonders früh zum Flughafen gereist, damit ich die Lounge geniessen kann. Die Lounge hat in etwa soviel Ambiente wie ein Wartsaal der SBB. Tische und Boden waren schmutzig. Mein erster Gedanke war, dass ich hier schon auf Thailand eingestimmt werde. Getränke mussten aus der grossen Flasche eingeschenkt werden (vermutlich, damit ja keiner ein Getränk mitnimmt). Der Service im Flugzeug war bis auf die defekte Fernbedienung gut. Auf der Heimreise durfte ich die Royal Silk Lounge von Thai Airways benutzen. Boah! Da könnte sich die Swiss in Zürich ein Scheibchen abschneiden. Ambiente, Sauberkeit, Service und Angebot - einfach alles top. Die WC's waren so sauber, dass ich mich ohne Ekel hinsetzen konnte. Eine der drei Kabinen war so gross wie eine kleine Garderobe, sodass ich mich gleich drin umziehen konnte. In den kliamtisierten Flughäfen und Flugzeugen muss ich mich warm anziehen.

Mein Start
Zu Beginn war da wieder das Urlaubsgefühl. Ich wollte tausend Sachen machen und wurde erneut belehrt, dass man eine chronische Krankheit nicht einfach zuhause lassen kann. Man hat sie an der Backe für immer. Also schaltete ich gleich ein paar Gänge runter. An einem schlechten Tag schaffte ich es morgens ans Meer für eine gute Stunde und den Rest des Tages versuchte ich irgendwie rumzubringen. Da war mir sogar der Weg runter an den Pool zu anstrengend. Aber ich hatte ja noch den Balkon, wenn auch oft mit unerträglicher Geräuschkulisse. An einem guten Tag schaffte ich morgens nebst Raubtierfütterung am Meer auch noch den Einkauf oder andere Erledigungen und abends meine Wassergymnastik. Ich habe auch diese Saison weder die Walking Street gesehen, noch war ich auf dem Waterpark Tower. In der City war ich genau einmal. Trotzdem habe ich es genossen. Ich war, bis auf eine Ausnahme, jeden Tag morgens in der Früh am Meer, fütterte die Katzen und genoss die Ruhe, die Sonne, den Blick aufs Meer und das Rauschen der Wellen. Damit war mein Tag gerettet, egal wie es mir ging.

Das Condo
Über das Condo habe ich schon in einem früheren Beitrag geschrieben. Es war soweit alles okay. Aber am Schluss war mir klar, dass ich nächste Saison nicht mehr dort wohnen will. Ich hatte fast die ganze Zeit irgendein Baulärm zu ertragen, entweder vom Nachbarvillage und/oder im Condo selbst. Das wird nächste Saison vermutlich nicht viel besser sein, da einige Häuschen im Nachbarvillage schon ziemlich in die Jahre gekommen sind. Am meisten störte mich aber, dass ich jedesmal, wenn ich irgendwohin wollte, erst auf die Thappraya Road mit dem starken Verkehr musste. Der Gestank von den schlecht gewarteten Bussen und anderen grösseren Dieselfahrzeugen war voll eklig. Mundschutz war in der Hitze auch nicht angenehm. Also werde ich nächste Saison mein Glück im Phratamnak-Quartier suchen.

Fortsetzung folgt mit den voraussichtlichen Themen und ein paar Bildern:
Mobilität
Futter
Mein Lieblingsplatz am Meer
Projekt Fellschnäuzchen (am meisten Bilder :x )
Projekt Repatriierung betagtes Ehepaar
Was ich jetzt schon vermisse
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tom
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Re: Guten Morgen Pattaya

#32

Beitrag von tom »

mungg hat geschrieben:Die Business Lounge in Zürich war eine Enttäuschung. Dabei bin ich extra besonders früh zum Flughafen gereist, damit ich die Lounge geniessen kann. Die Lounge hat in etwa soviel Ambiente wie ein Wartsaal der SBB
Ich war im Jahr 2017 letztmals mit SWISS in der Business Class unterwegs und war von der Lounge in Zürich auch etwas enttäuscht wenn man sie mit anderen Lounges vergleicht. Sauberkeit und Zustand war zwar damals absolut in Ordnung, aber das Angebot an Speisen und Getränken wesentlich schmaler als anderswo... Und wie Du schreibst habe ich die Einrichtung auch etwas spartanisch empfunden. Nachstehend ein Bild von vor 2 Jahren aus Zürich:
20170127_160309.jpg
20170127_160309.jpg (97 KiB) 3572 mal betrachtet
Ansonsten: danke für den Zwischenbericht und die Eindrücke! Gutes Einleben! :)

Gruss Tom
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Michaleo
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Re: Guten Morgen Pattaya

#33

Beitrag von Michaleo »

mungg hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 07:19
Fortsetzung folgt mit den voraussichtlichen Themen und ein paar Bildern:
Super! Darauf freue ich mich schon, vor allen auf folgende Themen:
mungg hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 07:19
Mobilität
Mein Lieblingsplatz am Meer
Was ich jetzt schon vermisse
mungg hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 07:19
Es sind meine ganz persönlichen Eindrücke aus meinem persönlichen, für Gesunde vielleicht langweiligen Leben.
Es sind doch genau die selbsterfahrenen Texte, welche interessieren.
Zudem schreibt man ja nicht nur für die Member, sondern auch für sich selber, und es ist schön, das nach Jahren wiederzulesen.
Freundliche Grüsse :)
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ZH-thai-fun
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Re: Guten Morgen Pattaya

#34

Beitrag von ZH-thai-fun »

mungg hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 07:19
Jetzt bin ich seit gut einer Woche wieder in heimatlichen Gefilden. ...
... und heute hast Du den ersten Regentag hier?
Ich auf jedenfalls hab mich über deinen Bericht gefreut. Und eben wegen dem Regentag hier hätte ich noch lange weiter lesen können, wollen. Ich mag dein Schreibstiel, er erzeugt viele Bilder in mir. Gerade auch weil ich die Örtlichkeiten auch sehr gut kenne. So, ich hoffe es regnet noch wen die Fortsetzungen kommen ... :D
Gruss Max
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mungg
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Re: Guten Morgen Pattaya

#35

Beitrag von mungg »

Ja, heute war mein erster Regentag mit Sonnenstrahlen zwischendurch. Irgendwie bin ich gar nicht so traurig. Die ganze Woche hat der Föhn sowas am Haus gerüttelt, dass es begann zu nerven. Das Nass würde mich nicht stören, aber es ist sauka-a-a-a-lt. Ich kann vom Fenster aus den Schnee in etwas höheren Lagen sehen. Meine Nachbarn tragen T-Shirts, ich den Wintermantel. Aber heute morgen hat der Patron wieder eingeheizt. So ist es wenigstens in der Wohnung kuschelig warm. Am Wochenende soll es kühl bleiben. Da werde ich ziemlich sicher noch ein paar Zeilen Fortsetzung in der warmen Stube schaffen.
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mungg
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Re: Guten Morgen Pattaya

#36

Beitrag von mungg »

Es ist ars...kalt. Ich kann den Schnee riechen. Die weisse Kappe des Rossbergs wurde aufgefrischt, nachdem gestern die Sonne etwas daran nagte. Also Fortsetzung des Rückblicks.

Mobilität
Gleich am Montag nach meiner Ankunft mietete ich wieder ein Motorrad beim Vermieter meines Vertrauens im Phratamnak Quartier. Die Ladys vom Office sprechen ein verständliches Englisch, sind total freundlich und geduldig und der Service ist toll. Ich habe erstmal bis Ende Januar gemietet, da ich nicht ganz sicher war, ob mit der Aufenthaltsbewilligung alles klappt, stellte aber die ziemlich wahrscheinliche Verlängerung bis Mitte April in Aussicht. Es wurde mir eine Miete von THB 2300 (ca. CHF 80.-) pro Monat offeriert inkl. staatlich vorgeschriebener Versicherung und Wartung des Motorrads (ausgen. Reifenpannen). Die Versicherung deckt zwar nicht viel ab, aber mit einem Roller kann ich nicht so grosse Schäden anrichten, wie mit einem Auto. Ich denke, das grösste finanzielle Risiko (THB 30'000) wäre ein Diebstahl oder Totalschaden des Rollers, was eh nicht versichert werden kann, wenn ich aus meinen Recherchen die richtigen Schlüsse gezogen habe. Allfällige Unfallfolgen am eigenen Leib, wären über meine Schweizer Unfallversicherung gedeckt gewesen. Der Roller, eine Yamaha GT-irgendwas hatte knapp 10'000 km auf dem Buckel. Bei der Übernahmekontrolle fielen mir Risse im Pneu auf. Ohne Diskussion wurden zwei neue Pneus aufgezogen. Ansonsten wurden alle bestehenden Kratzer auf dem Mietvertrag festgehalten.

Bei der Verlängerung des Vertrags Ende Januar wurde ein Ölwechsel gemacht und die Lady wies mich darauf hin, dass Sie mir in den nächsten Tagen ein WhatsApp schicken würde, weil die Versicherungsvignette ausgewechselt werden müsse. Als ich zur Werkstatt fuhr wegen der Vignette, meinte der Mech nach einem Kontrollblick, dass die Bremsen nun gewechselt werden müssten, was auch umgehend erledigt wurde. Die Rückgabe des Rollers verlief ohne Probleme. Ich erhielt die THB 1000 Deposit zurück, obwohl ich mit dem Transport einer Katzenfalle aus Metall mehrere Kratzer auf dem "Gepäckträger" verursachte. Ich habe die Lady bei der Rückgabe explizit darauf hingewiesen, aber sie winkte nur ab. Das sei mit einem minimalen Aufwand auszubessern.

Motorradfahren auf Pattayas Strassen ist schlicht einfach nur toll. Ich düste fast 20 Jahre in der Schweiz mit dem Roller rum, bevor ich mir vorletztes Jahr einen Kleinwagen zulegte. In Thailand wird den Motorrädern praktisch immer Platz gelassen und es ist ganz normal, dass Motorräder stehende Kolonnen z.B. vor einer Ampel bis zuvorderst überholen. In der Regel lassen die Autos sogar vor einer Ampel einen "Warteplatz" für Motorräder frei. Solche Sachen kann man in der Schweiz vergessen, wenn man nicht gebüsst oder von Autofahrern erzieherisch getriezt werden will. So richtig tricky fand ich den Linksvortritt, analog dem Rechtsvortritt beim Rechtsverkehr. Da musste ich wirklich immer studieren an der Kreuzung. Einmal habe ich in der Umgewöhnungsphase nach links statt rechts geschaut vor dem Überqueren der Strasse. Hätte der Thai von den Motorradtaxis an der Ecke keinen Warnruf abgegeben, wäre ich vermutlich unter die Räder gekommen. Ansonsten gab es keine brenzligen Situationen. An den Thai-Fahrstyle habe ich mich rasch und ohne Probleme gewöhnt. Hier noch ein Bild vom Katzentransport im Thaistyle. Natürlich ist alles bombensicher befestigt.
WhatsApp Image 2019-03-12 at 09.23.23.jpeg
WhatsApp Image 2019-03-12 at 09.23.23.jpeg (104.98 KiB) 3466 mal betrachtet
Fortsetzung folgt......
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mungg
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Re: Guten Morgen Pattaya

#37

Beitrag von mungg »

Weiter gehts.

Futter
Thailand ist bezüglich Ernährung für mich einfach ideal. Das Essen auswärts ist günstig bis billig. Ich koche nicht gerne und bis auf wenige Ausnahmen habe ich auch nicht wirklich ein Händchen dafür. Auch wenn Reis für mich ein absolutes NoGo ist, habe ich immer etwas Feines auf der Karte gefunden. Zu meinen Leibgerichten gehören Chicken mit Cashews, Phad Thai, Rhad Na und Pad See Ew. Für Insekten und anderes Undefinierbares konnte ich mich nicht überwinden. Neu entdeckt habe ich die leckeren Kokosküchlein neben der Strassenküche meines Vertrauens. Erst wollte ich keine kaufen, weil ich nicht wusste, ob ich die mag. Der Verkäufer hat mich mit einer Probe angefixt. In Thailand hat alles, was ich mit Kokos probiert habe, nicht diesen ekelhaft penetranten Geschmack wie hier in der Schweiz. Auch Kokoswasser fand ich herrlich, was ich in der ersten Saison wegen Vorurteilen links liegen liess. Aber es muss schon das Kokoswasser direkt aus der Frucht sein oder das Coco Max aus der Flasche. Andere Kokoswasser sind meiner Meinung ungeniessbar. Kokoswasser enthält viel Magnesium und Kalium, was bei der täglichen Schwitzerei wertvolle Mineralien sind.

Da ich abends oft keine Ambitionen mehr hatte, mich in den Verkehr auf der Thappraya Road zu stürzen, ass ich oft im Condo. Und weil ich allein war, liess ich mir das Essen meistens aufs Zimmer liefern. Wegen des vielen Abfalls von der Verpackung legte ich mir zwei Frischhalteboxen zu. Die brachte ich bei der Bestellung zusammen mit einer Plastiktüte ins Restaurant. Im anderen Restaurant richtete die Köchin auf Wunsch sogar auch für Zimmerlieferung auf Mehrweggeschirr an, das ich dann am nächsten gereinigt zurückbrachte. Nicht so komfortabel empfand ich, dass die Restaurants im Condo schon um 21 Uhr Feierabend machten, da ich lieber erst später am Abend esse, wenn ich Hunger habe. Notfalls konnte ich aber auf ein Menu ausweichen, das man gut in der Mikrowelle aufwärmen kann. Fritierte Sachen waren spätestens nach der Hauptsaison ungeniessbar - zumindest im Nachgang. Der Geschmack von altem Öl stiess mir danach die ganze Nacht auf.

Anfangs hatte ich immer mal Durchfall, was vermutlich nicht nur an "unsauberen" Lebensmitteln lag sondern auch an der Schärfe. Das dürfte schon eine Umstellung für den Körper sein. Zusammen mit der Schwitzerei und etwas mehr Bewegung habe ich in den knapp 6 Monaten Thailand zehn Kilos verloren - gesamt in den zwei Saisons 16 Kilo. Was für eine Erleichterung! Für Naschkatzen wie mich ist es auch ein Vorteil, dass man keine Vorratshaltung betreiben muss, weil man eben nicht selber kochen muss und jederzeit ein Laden offen ist, wenn es wirklich nicht anders gehen sollte. Früchte als Dessert waren bei mir fast immer im Kühlschrank zu finden. Am meisten mag ich die grünen Mangos. Wenn sie aussen leicht weich sind, sind sie perfekt süsssauer.

Gesundheit
Schon bei der Ankunft waren die Sehnenschmerzen in Knie und Hüfte weg. Ganz allgemein war der Schmerzlevel tiefer ausser ich mutete mir körperlich zuviel zu. Ich hatte wesentlich mehr Bewegung, da ich diesen einen Sinn geben konnte, der mir Freude bereitete. Hier in der Schweiz liegt neben der körperlichen Betätigung, die mit der Selbstversorgung (waschen, putzen, kochen, einkaufen) verknüpft sind, nicht mehr viel drin - allerhöchstens an guten Tagen. Ich habe regelmässig mit Selbsthypnose und Meditation experimentiert, was mir eine Besserung bei den Depressionen und Angszuständen brachte. Ansonsten hatte ich etwas mehr Pech als vorletzte Saison. Im Januar plagte mich eine fiese Bronchitis. Das halbe Condo war am Husten. In der Folge zog ich mir bei einem Hustenanfall einen Muskelriss der Atemmuskulatur zu. Ziemlich schmerzhafte Angelegenheit, die einer Behandlung beim Arzt bedurfte. Die starken entzündungshemmenden Schmerzmittel führten zu Nebenwirkungen (erhöhte Muskelspannung), sodass ich danach etwa drei Wochen mit der Rückenbandage oder Schmerzen unterwegs war.
Notiz: Unbedingt wieder Rückenbandage, Massageigel und Murmeli-Teufelskralle-Schmerzgel einpacken.

Fortsetzung folgt......
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Bruninho
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Re: Guten Morgen Pattaya

#38

Beitrag von Bruninho »

Pratamnak

Wie hat es dir denn gefallen auf dem Pratamnak?

Ich hatte da auch einmal ein Condo angemietet, an einer Verbindungsstrasse zwischen Soi 5 und 6.
Das Condo war komfortabel, top und preisgünstig, Gebäude gerade fertig erstellt worden. Bin aber vorzeitig ausgezogen.

Zum einen, weil es ohne Fahrzeug nicht passt, und zum andern, weil ich weder russisch noch ukrainisch spreche B-)

Ich war vor 15 Jahren einmal auf der Krim.
Der einzige Unterschied zwischen Pratamnak und dem damaligen Krim-Strand war, dass man auf dem Pratamnak gelegentlich noch Thais trifft, aber auf der Krim nie... :D

Am Strand war es ja soweit ok, nur baden kann/konnte man in der Kloake ja auch nicht...

:wai:

Sanukshg
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Re: Guten Morgen Pattaya

#39

Beitrag von Sanukshg »

Bruninho hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 08:33

Am Strand war es ja soweit ok, nur baden kann/konnte man in der Kloake ja auch nicht...

:wai:
Wer Baden möchte der muss auf die Inseln ist in Jomtien und Rayong nicht anders.
Gruß aus Pluak Daeng
Ernst
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Re: Guten Morgen Pattaya

#40

Beitrag von mungg »

Das Phratamnak-Viertel gefällt mir so gut, weil es keine so stark befahrenen Strassen gibt, um eine grosse Auswahl an Restaurants, den Nightmarket und das Meer mit dem Roller zu erreichen. Entlang der Soi 5 und 6 erscheint es mir ordentlicher und ruhiger als rund um die Thepprasit und Thappraya Road. Klar ist es das Russenviertel. Aber an meiner Lieblingsecke traf ich auf alle Nationalitäten und viele Thais, die dort am Weekend feierten oder morgens fischten. Mit den Russen kam ich nicht gross in Kontakt. Sie sprechen in der Regel kein Englisch und suchen auch keinen Kontakt. Beim Tesco Express treffen sich morgens immer die Italiener zum Kaffeeklatsch. Mir ist egal, wen ich um mich rum habe, wenn ich nicht geplagt werde. Russen, Chinesen, Europäer, Amerikaner etc. sind alles nur Menschen.

Strandleben ist nicht so mein Ding und ins Meer gehe ich nicht baden, weil ich mir keine Allergie zuziehen möchte. Wer weiss, welche Chemikalien alle ins Meer geleitet werden. Ich weiss, dass ich da etwas empfindlich bin. Grundsätzlich hätte ich nichts gegen faulenzen auf einer Liege am Strand. Aber diese Plastik-Sonnenliegen mit den durchgelegenen Schaumstoffmatten bedeuten für mich nach spätestens 30 Minuten nichts als Schmerzen und im schlimmsten Fall fiese Muskelkrämpfe im Rücken. Ich mietete einmal am Phratamnak-Strand eine Liege und wollte etwas später etwas essen. Auf der Menukarte fand ich exorbitante Preise verglichen mit den Preisen an der Dongtang-Beach.

Grundsätzlich mache ich kein Urlaub. Ich versuche nur, den Winter so angenehm wie möglich zu überleben. Nächste Saison werde ich für die ersten fünf Tage ein Zimmer in einem Guesthouse reservieren. In dieser Zeit werde ich in drei Häusern nach einem netten Condo schauen. Hier wäre meine erste Adresse:
http://www.lagunabay2.thailandhotels.site/
Das ist ganz nah bei den vielen guten Restaurants an der Soi 5.

Ich habe soeben ein Mail von der IV bekommen. Die nächste Rentenüberprüfung ist erst im Juli 2020. Bis dahin bin ich wieder in der Schweiz. Ich werde also noch diese Woche das Flugticket buchen.
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