Wieso gibt es bis heute keine einheitliche Schreibweise thailändischer Namen und Begriffe in lateinischen Buchstaben? Dass man dabei nicht alle Feinheiten der thailändischen Aussprache berücksichtigt, ist klar - aber darum geht es mir nicht.Willi Wacker hat geschrieben:...ein Sonnenaufgang in Ban Krud, welches eigentlich - Bann Grood - heisst
und zwischen Prachuap Kiri Khan und Chumphon liegt
Soweit mir bekannt gibt es durchaus eine - zumindest Empfehlung - wie man dies bei einer Übersetzung tun muss. An diese Empfehlungen halten sich ja auch staatlich zugelassene Übersetzer, die Namen nicht nach Gutdünken "übersetzen" können. Folgt man dieser Empfehlung, kommt man zu einer Schreibweise, die der deutschsprachigen Lesensweise zu gute kommt: "u" ist "u", "a" ist "a", "ä" ist "ae". Dann findet man aber vielerorts Schreibweisen, die dem Amerikanischen nachempfunden ist: aus "u" wird "oo", aus "a" wird "u" - und bei manchen Lauten scheitert die Umschreibung ziemlich kläglich...
Weiß jemand, wie es mit dieser Empfehlung aussieht? Ist die nicht allgemein gültig in Thailand? Und wie kommt es zu den "freien Übersetzungen" - darf das jede Gemeinde schreiben, wie sie gerade denkt? Es ist schon klar, dass die lateinische Schreibweise nicht offiziell ist und dort nur die Thai-Schreibweise zählt. Aber z.B. im Reisepass wird der Geburtsort ja auch in lateinischen Buchstaben angegeben - und irgendwie finde ich es befremdlich, wenn da innerhalb einer Familie einer in "Ban Krud", einer in "Baan Grood" und einer in "Bann Grut" geboren ist...