SARS-CoV-2/COVID-19

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KoSamed
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#1221

Beitrag von KoSamed »

Andia hat geschrieben:
Do 9. Apr 2020, 17:22
Dies hier ist ein unangenehmes Gefühl. Erinnert mich an die Stasi aus DDR Zeiten.
Wenn mich jemand irgend wo wieder erkennt bitte melden. :wai:


Hahahahaha- als ich Dich das erste Mal auf Deinem Fahndungsfoto(Avatar) sah, glaubte ich doch tatsächlich einen alten Bekannten aus der Ehemaligen wiederzuerkennen !!! :- Der war allerdings bei der Firma angestellt. Kannst Dich aber beruhigen, im Gegensatz zu Dir ist er heute irgendwie Geschäftsführer bei einer Mineralwasserbude im Osten- aber die Ähnlichkeit ist verblüffend !! :-?
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#1222

Beitrag von Joe »

Vielleicht ist einigen von Euch bereits der Virologe Alexander Kekulé medial über den Weg gelaufen. Im deutschen TV war er in den letzten Wochen bereits ab und zu in Diskussionsrunden und hat auch zu einem frühen Zeitpunkt bereits Maßnahmen vorgeschlagen, wie wir sie seit 2 - 3 Wochen nun haben.

Gestern bin ich auf einen Podcast gestoßen. Der MDR macht mit ihm seit rund 3 Wochen eine tägliche Sendung von rund 40 Minuten. Hier wird immer das tägliche Geschehen zum Thmea Pandemie mit Hintergrundwissen dargestellt und erläutert sowie Zuhörerfragen beantwortet. Ich finde, dass das sehr unaufgeregt und informativ-unterhaltsam geschieht. Wer also Lust und Zeit und gerade sowieso nichts Besseres zu tun hat :)

https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/ ... s-104.html
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phimax
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#1223

Beitrag von phimax »

Joe hat geschrieben:
Fr 10. Apr 2020, 11:09
Ich finde, dass das sehr unaufgeregt und informativ-unterhaltsam geschieht. Wer also Lust und Zeit und gerade sowieso nichts Besseres zu tun hat :)
Danke für den Tip, werde ich mal reinhören.

Wie schon mal geschrieben, gehöre ich eher zum Team Drosten.
Deine Beschreibung paßt auch zum Drosten Podcast.
Orwell war ein Optimist :-s
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tom
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#1224

Beitrag von tom »

Hoppla....

Da es ein kostenpflichtiger Artikel ist, kann ich den Text hier nicht ganz veröffentlichen. Aber ein paar Auszüge daraus sind sicher erlaubt.
ETH überrascht mit neuer Analyse

Ansteckungsraten flachten bereits vor dem Lockdown ab

Schon vor den drastischen Massnahmen des Bundesrats steckten sich in der Schweiz weniger Menschen an.
«Ich war besorgt, doch seit ein paar Tagen ist klar, dass die Ansteckungsrate sinkt», sagt Tanja Stadler. Die ETH-Professorin am Departement für Biosysteme in Basel analysiert mit ihrem Team fast in Echtzeit die Coronavirus-Ansteckungszahlen in der Schweiz. In einer aktuellen Veröffentlichung kommt sie zum Schluss, dass das beherzte Eingreifen des Bundesrats Wirkung gezeigt hat: «Die Lage ist stabil, wir haben die Ausbreitung definitiv stark gebremst.»

Dabei stützt sie sich auf die sogenannte Reproduktionszahl, so nennen Fachleute die Anzahl Menschen, die eine infizierte Person insgesamt ansteckt. Ist der Wert grösser als 1, breitet sich ein Erreger exponentiell aus. Darunter sinkt die Zahl der Infizierten, und es kann gelingen, eine Epidemiewelle zu stoppen. Dieser Zustand scheint in der Schweiz Ende März eingetroffen zu sein. «Momentan liegt der Wert gemäss unseren Berechnungen bei rund 0,6», sagt Stadler. Die Zahl der Ansteckungen nimmt ab.
Es sei jedoch noch verfrüht, die Vorgaben des Bundes wieder zu lockern, weil dann innert kürzester Zeit das exponentielle Wachstum wieder einsetzen würde. Zuerst müssten die Ansteckungen weiter zurückgehen, so Stadler. «Wir brauchen jetzt eine Strategie für die Zeit, wenn die Welle abgeflacht ist.»
Quelle: https://www.bernerzeitung.ch/ansteckung ... 9893127675

Also... nicht den Kopf in den Sand stecken, das ganze nun noch durchziehen und an das Gute glauben. Es geht offenbar ganz klar in die richtige Richtung bei uns. Dies ist schon mal eine Erwähnung wert!

Gruss Tom
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Joe
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#1225

Beitrag von Joe »

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Werner
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#1226

Beitrag von Werner »

Zahl von Heute, Deutschland: 116.304 Menschen haben sich nachweislich mit dem Virus infiziert. 49.900 Menschen (davon) haben die Infektion überstanden. Nun gut, Dunkelziffer ??? Egal, rechnen wir mit den Zahlen die da sind.

Das bedeutet dass gerade mal 0,14 % der Bevölkerung den Virus haben, abzüglich der die ihn überstanden haben ist das Einer von Tausend der ansteckend ist. In Bayern, gerade gelesen, 2,36 von Tausend.

Strategie scheint es zu sein, die Neuansteckungen und damit die Zahl der schweren Erkrankten die eine Beatmung benötigen auf dem Stand zu halten den die Kliniken mit ihren Beatmungsgeräten versorgen können. Das erscheint sinnvoll. Mal sehen wie das damit weiter geht.

Es gibt mehrere Theorien wie der Virus zu stoppen ist.

Eine Theorie vom RKI besagt dass 60 % der Bevölkerung den Virus gehabt haben muss und dann die Immunität in der Bevölkerung so groß ist, dass der Virus kaum noch weitere Verbreitung finden kann. Das bedeutet dass laut RKI ca 50 Millionen Menschen von 83 Millionen Bürgern den Virus überstanden haben müssen und damit er dann aus stirbt. (Wobei ich persönlich vorsichtiger bin und darauf komme dass ein einziger Corona Infizierter und Virusträger ausreicht um andere Menschen anzustecken. Wenn ein LKW pro Tag über eine Rote Ampel fährt, kann man ja trotzdem vor genau diesen geraten. Nun gut, da muss man einen festen Glauben haben, an das RKI, den haben wird doch!)

Derzeit sind 116.304 Menschen nachweislich infiziert. Das sind gerade mal 0,14 % der 83.000.000 Bürger und ca. 0,25 % der 50 Mio. Menschen die laut RKI für die angestrebte 60 % Immunität benötigt werden.

Und das nach 3 Wochen, 3 schweren Wochen. 0,25 % in 3 Wochen bedeutet vielleicht 2,5 % in 30 Wochen, 25 % in 300 Wochen und erst in 1200 Wochen, also lockeren 23 Jahren Quarantäne ist 100 %, die Zahl von ca, 50 Millionen, 60 % der Bevölkerung erreicht die laut RKI für das Absterben des Virus benötigt werden.

Hey, das sind 23 Jahre Quarantäne !!! Oder rechne ich da falsch ?

Ich bitte dringend um eine Korrektur wenn ich da etwas falsch rechne. Nicht dass ich nicht glauben würde, aber wie ist es mit dem Rechnen?

Gruß, Werner.

Werner
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#1227

Beitrag von Werner »

Joe hat geschrieben:
Fr 10. Apr 2020, 20:24
Zum Thema Replikationszahl gibt es hier auch Hochrechnungen:

https://stochastik-tu-ilmenau.github.io ... 19/germany
ÄHM, eine Abflachung ist toll.

Aber bei einer Abflachung wird die Durchseuchung und Immunität der 60 % der Bevölkerung für das Absterben des Virus laut RKI noch viel viel viel später erreicht als bei einer konstanten Ansteckungszahl von der ich gerade ausgegangen war bei meiner Rechnung.

W.
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thedi
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#1228

Beitrag von thedi »

Werner hat geschrieben:
Fr 10. Apr 2020, 21:07
... Immunität der 60 % der Bevölkerung für das Absterben des Virus ...
Bei den 60% (es wurde auch schon von 75% gesprochen) fällt mir auf, dass bei Masern eine Immunität von über 95% benötigt werde, um die auszurotten. Bei der Pest wurde 100% geimpfte angestrebt. Die Pest wurde so tatsächlich ausgerottet. Bei Masern wurde in Deutschland ab März dieses Jahres ein Impfzwang für Kinder eingeführt.

Entweder Corona breitet sich weniger gut aus als Masern oder die Pest - oder die 60% Zahl ist einfach einmal ein erster Schritt.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi

Sanukshg
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#1229

Beitrag von Sanukshg »

Das mit der Immunität wenn man das Virus einmal hatte scheint sich langsam wohl auch in Luft aufzulösen, erst der Fall hier in Thailand jetzt gibt es mehrere Fälle in Korea.
Gruß aus Pluak Daeng
Ernst
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mungg
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Re: SARS-CoV-2/COVID-19

#1230

Beitrag von mungg »

Werner hat geschrieben:
Fr 10. Apr 2020, 21:03
Eine Theorie vom RKI besagt dass 60 % der Bevölkerung den Virus gehabt haben muss und dann die Immunität in der Bevölkerung so groß ist, dass der Virus kaum noch weitere Verbreitung finden kann.
Es gibt keinerlei wissenschaftliche Daten, ob und unter welchen Umständen eine Immunität zustande kommt sowie ob und wie lange sie eine Schutzwirkung hat. Über Sensitivität und Spezifität der Antikörpertests kann auch nicht viel ausgesagt werden. Was nützt mir ein Test, dessen Aussagekraft nicht benannt werden kann? Überhaupt nichts. Auf Immunisierung der Bevölkerung zu setzen bei einem Virus, über den so wenig bekannt ist, finde ich fahrlässig. Statt einer Immunisierung wäre eine noch gefährlichere Mutation des f* Virus möglich. Natürlich auch eine Mutation in die andere Richtung. Aber all das wissen wir (noch) nicht. Ebenfalls unbekannt sind mögliche langfristige Gesundheitsschäden bei den Geheilten. Ein bisschen mehr Demut gegenüber den unbekannten Faktoren wäre angebracht.

Hier noch ein wirklich interessanter Artikel, auch wenn er nicht unbedingt Fragen beantwortet - ausser dass es es für konkrete Antworten (noch) keine Basis gibt.
https://www.mittellaendische.ch/2020/04 ... heidungen/
Ich trage im öffentlichen Raum freiwillig eine Maske aus Baumwolltuch. Sie hat nachweislich einen hohen Schutzgrad für die anderen, aber teilweise auch für mich. (Dass nicht mehr Leute freiwillig Maske tragen, verdanken wir den Lügen des BAG, weil es nicht zugeben wollte, dass keine Lager mit Schutzausrüstung für den Pandemiefall angelegt wurden.) Dazu befolge ich natürlich die Empfehlungen zur sozialen Distanz und Hygiene. Nachdem, was ich im Supermarkt alles so beobachte, fasse ich nur noch Einkaufswagen an, deren Griffe ich selber desinifiziert habe. Auch sonst fasse ich nur an, was sich nicht verhindern lässt. Ein Restrisiko bleibt, wenn ich so beobachte, wie Leute über die Auslagen in den Läden Husten und Niesen. Aber wir müssen auch an die Risikogruppen denken. Auch sie möchten wieder ein halbwegs normales Leben führen. Für mich nicht auszudenken, wenn ich nicht wenigstens einmal wöchentlich einkaufen gehen könnte und nicht so abgelegen im Grünen wohnen würde. Stellt auch vor, alt oder krank zu sein und schon vor Corona ziemlich einsam gelebt zu haben. Und jetzt könntet ihr nicht mal mehr zum Einkaufen raus. Das Ganze in einer kleinen Wohnung irgendwo in einer grösseren Ortschaft, wo die Fassade des nächsten Hauses euer Horizont ist, die kaum Licht in eure Wohnung lässt.

Irgendwelche Zahlen - absolut oder in Prozenten - drücken leider nicht das Leid derer aus, die es schwer erwischt hat. Es bildet auch nicht ab, was Ärzte und Pflegende täglich mitansehen müssen. Die meisten dürften bis zu einem gewissen Grad mitleiden, sonst hätten sie den Beruf nicht ergriffen.

Bleibt gesund.
Man kann es nicht allen recht machen. Drum mach ich es wenigstens mir recht.
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